Trotz Steigerung: PTA verdienen 900 Euro unter Durchschnitt
Dass das Gehalt für viele Apothekenangestellte zu gering ausfällt, wird immer wieder diskutiert. Und daran hat sich auch 2025 nichts geändert. Demnach haben PTA rund 900 Euro unter Durchschnitt verdient. Und auch beim Gehalt von Apotheker:innen gibt es Luft nach oben.
4.217 Euro – so hoch lag das bundesweite monatliche Medianentgelt im Jahr 2025. Das sind rund 200 Euro mehr als im Vorjahr (4.013 Euro), wie aktuelle Zahlen aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit zeigen. Insgesamt sind die Entgelte von Vollzeitbeschäftigten hierzulande deutlich gestiegen, machen die Expert:innen deutlich. Das gilt auch für PTA. Doch trotz Steigerung um mehr als 120 Euro/Monat im Vergleich zum Vorjahr, liegen PTA mit ihrem Gehalt 900 Euro unter dem Durschnitt.
Das Mediangehalt entspricht laut der Arbeitsagentur nicht dem „Durchschnittsgehalt“ im engeren Sinn. Stattdessen wird darunter verstanden, dass eine Hälfte der Beschäftigten ein Entgelt unter der genannten Summe erzielt, während die andere Hälfte darüber liegt. Grundlage für die Berechnungen sind die Meldungen der Arbeitgebenden zur Sozialversicherung. Da Löhne und Gehälter jedoch nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung gemeldet werden, ist das tatsächlich erzielte Entgelt nicht für alle Beschäftigten bekannt.
Im Median 3.316 Euro: PTA verdienen 900 Euro unter Durchschnitt
Für das Jahr 2025 betrug das Mediangehalt für PTA 3.316 Euro. Dabei ergeben sich jedoch mitunter deutliche Unterschiede. So lag das untere Quartil bei 2.761 Euro, das obere bei 3.852 Euro. Das bedeutet: Bei einem Viertel der PTA blieb das Gehalt 555 Euro unter dem Median von 3.316 Euro. Hinzukommt, dass PTA auch im Vergleich zu anderen Vollzeitkräften mit anerkanntem Berufsabschluss deutlich weniger verdienten. Denn das Medianentgelt wird mit 4.069 Euro angegeben – eine Summe, die nicht einmal von Kolleg:innen erreicht wurde, die mit ihrem Gehalt im oberen Quartil lagen.
Außerdem fallen die regulären Tarifgehälter in der Regel niedriger aus. Selbst ab dem 15. Berufsjahr kommen PTA im Tarifgebiet des Arbeitgeberverbands Deutscher Apotheken nur auf 3.267 Euro und somit knapp 50 Euro/Monat weniger als das Mediangehalt. In Sachsen sind es sogar nur 3.142 Euro ab dem sechsten Berufsjahr. Demgegenüber verdienen Kolleg:innen in Nordrhein ab dem 10. Berufsjahr geringfügig mehr – 3.226 Euro/Monat (inklusive Sonderzahlung).
Und dann sind da noch die Unterschiede nach Geschlecht und nach Arbeitsort. Weibliche PTA verdienten demnach im Median 3.289 Euro, männliche Kollegen dagegen knapp 360 Euro/Monat mehr (3.648 Euro). In Berlin lag das Mediangehalt mit 3.713 Euro zudem am höchsten, während es in Sachsen nur 3.050 Euro waren.
Was gilt bei Apotheker:innen?
Laut Entgeltatlas lag das Medianentgelt für Apotheker:innen bei 5.404 Euro/Monat und damit knapp 150 Euro höher als im Vorjahr (5.259 Euro). Damit landeten Approbierte zwar über dem allgemeinen Mediangehalt von Vollzeitkräften, im Vergleich zum Mediangehalt anderer akademischer Berufe von 6.146 Euro jedoch deutlich darunter. Hinzukommt, dass ein Viertel der Apotheker:innen nur 4.443 Euro verdiente und damit einerseits knapp 1.000 Euro unter dem Mediangehalt in der Berufsgruppe, andererseits rund 1.700 Euro unter dem Mediangehalt für Akademiker:innen blieb. Immerhin ein Viertel der approbierten Kolleg:innen überschritt das Mediangehalt der Apotheker:innen um knapp 1.000 Euro (6.376 Euro) und das anderer Akademiker:innen um rund 200 Euro.
Auch bei den Apotheker:innen zeigte sich eine Gender Pay Gap, die bei rund 700 Euro lag – 5.215 Euro für Apothekerinnen vs. 5.902 für Apotheker. Das höchste Gehalt gab es für Kolleg:innen in Rheinland-Pfalz (5.691 Euro), das niedrigste in Sachsen (4.940 Euro).
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