Hochdosis-Impfstoff: Efluelda kommt ab Mitte September
In diesem Jahr wird erstmalig ein Hochdosis-Impfstoff gegen Influenza verfügbar sein. Sanofi startet die Auslieferung von Efluelda Mitte September. Geplant sind mehr als zehn Millionen Dosen.
Seqirus ist der erste Hersteller, der in diesem Jahr mit der Auslieferung von Grippeimpfstoff begonnen hat. Sanofi zieht in wenigen Wochen nach. Efluelda und Vaxigrip Tetra sollen ab Mitte September in mehreren Tranchen ausgeliefert werden.
„Vorbestellte Influenza-Impfstoffe werden zuerst an Apotheken und Praxen geliefert“, heißt es in einer Pressemitteilung. Mindestens 50 Prozent der vorbestellten Impfstoffdosen Efluelda und Vaxigrip Tetra sollen ab Mitte September an den Großhandel ausgeliefert werden. Die restlichen vorbestellten Dosen sollen ab Mitte Oktober in Umlauf gebracht werden. Außerdem sollen ab Mitte/Ende Oktober mehr als zwei Millionen Dosen Efluelda zusätzlich zur vorbestellten Ware verfügbar sein.
Efluelda ist hierzulande bislang der einzige Hochdosis-Influenzaimpfstoff ab einem Alter von 60 Jahren. Mit der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) haben alle Personen ab 60 Jahren Anspruch auf einen Hochdosis-Impfstoff, denn dieser gehört inzwischen zu den Pflichtleistungen der Kassen. Efluelda ist ein tetravalenter Grippeimpfstoff, der die vierfache Antigenmenge des standardisierten Impfstoffes gegen Influenza enthält und ab einem Alter von 60 Jahren zugelassen ist. Die Vakzine wurde speziell entwickelt, um älteren Menschen einen verbesserten Impfschutz zu bieten. Weil im Alter das Immunsystem schwächer wird, besteht für die Generation 65+ ein höheres Risiko für schwerwiegende Komplikationen wie Pneumonien, Herzinsuffizienz und Schlaganfälle durch eine Influenza-Infektion.
Der beste Zeitpunkt für die saisonale Grippeschutzimpfung ist im Oktober und November, denn die jährliche Influenza-Welle beginnt üblicherweise zum Jahreswechsel und erreicht ihren Höhepunkt in der Regel zwischen Januar und März. Für einen optimalen Impfschutz ist eine rechtzeitige Impfung unerlässlich, denn es dauert 10 bis 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist.
Das könnte dich auch interessieren
Mehr aus dieser Kategorie
Zuzahlungsstatus: Auch PTA dürfen korrigieren
Zum neuen Jahr haben einige Kund:innen bereits die Zuzahlungsbefreiung erhalten. Ist die in der Praxis oder in den Stammdaten der …
Rauchstopp auf Rezept: Was gilt zulasten der GKV
Neues Jahr, neue Vorsätze: Wer im neuen Jahr mit dem Rauchen aufhören will, muss Arzneimittel zur Tabakentwöhnung nicht aus eigener …
Medikationsplan: Medikationsfehler wegen falscher Wirkstärke
Die Nutzung des Medikationsplans kann die Patientensicherheit gefährden. Ein Grund sind Medikationsfehler, die durch die falsche Angabe der Wirkstärke entstehen …











