Fördert Vitamin C die Gehirnfunktion?
Vitamin C werden verschiedene positive Eigenschaften zugesprochen. So schützt das Antioxidans unter anderem vor Zellschäden und ist am Aufbau von Knochen, Bindegewebe und verschiedenen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Doch welche Rolle spielt Vitamin C für die Gehirnfunktion?
Vitamin C – Ascorbinsäure – gilt als essentieller Nährstoff und ist wärme-, licht- und oxidationsempfindlich. Das Vitamin kann vom menschlichen Körper nicht selbst gebildet, sondern muss zugeführt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Frauen eine tägliche Aufnahme von 95 mg Vitamin C, bei Männern sind es 110 mg.
Dabei hat Ascorbinsäure verschiedene positive Effekte auf die Gesundheit. Ob dies auch in puncto Hirngesundheit gilt, hat ein japanisches Forscherteam nun untersucht. Genau haben Wissenschaftler:innen der Universität Hirosaki anhand von mehr als 2.000 Patient:innen überprüft, wie sich die Höhe des Vitamin C-Spiegels im Blutplasma auf die Gehirnfunktion – die Funktionen der Hirnnetzwerke und bestimmter Hirnstrukturen – auswirkt.
Vitamin C: Entscheidende Rolle für Gehirnfunktion?
Berücksichtigt wurden vor allem ältere Personen mit einem Durchschnittsalter von 69 Jahren. Bei allen Teilnehmenden wurden der Vitamin C-Gehalt im Blutplasma und das Volumen der grauen und der weißen Hirnsubstanz gemessen.
Das Ergebnis: Wiesen Patient:innen einen niedrigen Vitamin C-Wert auf, wurde auch ein geringeres Volumen an grauer Hirnsubstanz festgestellt. Diese ist insbesondere für das Gedächtnis, die Bewegung und Emotionen wichtig. Außerdem hatten die Betroffenen weniger Verknüpfungen im sogenannten Default-Mode-Netzwerk (DMN), das mit verschiedenen kognitiven Funktionen wie der Steuerung der Aufmerksamkeit, dem autobiografischen Gedächtnis und dem Nachdenken über die Zukunft in Verbindung gebracht wird.
Während sich dies bei klassischen Gedächtnistests zwar nicht bemerkbar machte, ließ sich bei Personen mit höheren Vitamin C-Spiegeln ein besserer Wert im kognitiven Bereich beobachten. Demnach würden die Ergebnisse nahelegen, dass „eine Vitamin C-reiche Ernährung eine unterstützende Rolle bei der Erhaltung der Hirngesundheit und der Milderung altersbedingter kognitiver Beeinträchtigungen bei älteren Erwachsenen spielen könnte“, heißt es in einer Mitteilung zur Studie. Ein direkter Rückschluss zwischen dem Vitamin C-Spiegel im Blutplasma und der Gehirnfunktion von Menschen lasse sich jedoch noch nicht ziehen. „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein optimaler Vitamin C-Spiegel die Gehirngesundheit fördern könnte, aber weitere Forschung ist erforderlich“, so das Fazit.
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