PTA-Weiterqualifizierung: Aber wie?
Über berufliche Perspektiven für PTA wird viel gesprochen. Wie eine Weiterqualifizierung aussehen könnte, darüber diskutierte die Apothekengewerkschaft Adexa mit Vertreter:innen von PTA-Schulen und Berufsverbänden.
Mit der Apothekenreform wird die PTA-Vertretung ausprobiert – wenn auch in beschränktem Umfang. Was aber im Gesetzgebungsverfahren klar geworden ist: PTA brauchen mehr Möglichkeiten, um sich beruflich weiterzuentwickeln.
Bislang fehlt jedoch eine anerkannte Weiterqualifizierung, die neue berufliche Perspektiven eröffnet und obendrein mit einer gesicherten finanziellen Verbesserung verbunden ist. Diese fehlenden Optionen sind laut Adexa ein Grund dafür, dass PTA den Beruf verlassen und zugleich zu wenig Nachwuchs nachkommt.
In der Diskussion zeigte sich laut Adexa bei den Vorstellungen zu möglichen Eckpunkten bereits viel Übereinstimmung: Eine künftige Weiterqualifizierung sollte bundesweit einheitlich geregelt, modular aufgebaut und berufsbegleitend absolvierbar sein – mit einer verbindlichen Abschlussprüfung und einem bundesweit anerkannten Abschluss.
Sie sollte auf der bestehenden PTA-Ausbildung aufbauen, vorhandene Kompetenzen vertiefen und gezielt zusätzliche Kompetenzen vermitteln. Auch mögliche Inhalte und Zugangsvoraussetzungen einer solchen Weiterqualifizierung wurden diskutiert, genauso wie Förder- und Unterstützungsangebote.
Im Mittelpunkt standen laut Adexa zwei Fragen: Wie lässt sich eine Weiterqualifizierung finanziell und zeitlich so gestalten, dass sie berufsbegleitend tatsächlich machbar ist? Und welchen zusätzlichen Nutzen könnten entsprechend qualifizierte PTA für Apotheken bieten, der perspektivisch auch eine höhere Vergütung rechtfertigt?
Der Runde Tisch in Hamburg war laut Adexa nur der Auftakt für einen nun begonnenen Prozess. Die Bundesapothekerkammer (BAK) soll die weitere Federführung übernehmen; sie hatte bereits im Frühjahr angekündigt, eine eigene Arbeitsgruppe zur PTA-Weiterqualifizierung einzurichten.
„Der Runde Tisch hat gezeigt, wie viel Rückenwind es für eine PTA-Weiterqualifizierung gibt“, resümiert Adexa-Bundesvorstand Andreas May. „Besonders erfreulich war, dass die Vorstellungen bei vielen grundlegenden Fragen bereits nah beieinanderlagen. Gleichzeitig stehen wir noch ganz am Anfang des Prozesses. Jetzt geht es darum, die gesammelten Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln und zu prüfen, was sich davon sinnvoll umsetzen lässt. Wir freuen uns deshalb, dass die BAK den Dialog fortführen wird.“
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