Zwiebeln als Schutz vor Diabetes und Hypertonie?
Bluthochdruck und Diabetes gehören zu den Volkskrankheiten, von denen früher oder später bis zu jede/r Dritte betroffen ist. Ein gesunder Lebensstil – beispielsweise eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, Verzicht auf Alkohol und Zigaretten – kann zur Vorbeugung beitragen. Welcher Zusammenhang zwischen der Vorliebe für Zwiebeln und dem Auftreten von Hypertonie und Diabetes besteht, haben Forschende herausgefunden.
Zwiebeln finden nicht nur in der Küche Anwendung, sondern mitunter auch als Hausmittel bei verschiedenen Erkrankungen. Ein Beispiel sind Zwiebelsäckchen bei einer Mittelohrentzündung. Mitunter wird das Gemüse sogar als „pflanzliches Antibiotikum“ gefeiert. Denn die Knollen sind reich an den Vitaminen A, B und C und enthalten außerdem Magnesium, Phosphat, Kalium und Flavonoide. Daher werden ihnen harntreibende, antibiotische sowie fungizide Eigenschaften zugesprochen. Das Gemüse soll demnach hilfreich für die Verdauung sein, bei Knochen- und Gelenkerkrankungen sowie Menstruationsbeschwerden Linderung verschaffen und den Kreislauf ankurbeln.
Doch damit nicht genug: Denn die Knollen sollen durch einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel und die Durchblutung auch dazu beitragen, Diabetes und Hypertonie vorzubeugen. Das ist das Ergebnis einer Studie.
Zwiebel-Vorliebe: Geringeres Risiko für Diabetes und Hypertonie?
Dies ergab eine Analyse eines internationalen Forscherteams, bei der mehr als 160.000 Patientendaten von Personen im Alter zwischen 37 und 73 Jahren aus einer britischen Gesundheitsdatenbank ausgewertet wurden. Bei allen Personen lagen Angaben zu Lebensmittelvorlieben vor. Untersucht wurden rund 325 verschiedene Gene, die mit dem Geruchs- und Geschmackssinn in Verbindung stehen. Dabei zeigte sich: Personen, die ein spezielles Geruchsrezeptor-Gen besitzen und den Geruch und Geschmack von Zwiebeln mögen, haben offenbar ein geringeres Risiko für Diabetes und Hypertonie. Genau zeigten die Personen niedrigere Werte beim systolischen und diastolischen Blutdruck sowie ein reduziertes Risiko für Typ-2-Diabetes. Hinweise auf Auswirkungen auf den Body-Mass-Index, glykämische Merkmale oder Serumlipidwerte ergaben sich nicht.
Die Forschenden appellieren jedoch, dass die Ergebnisse nicht auf eine Schutzwirkung von Zwiebeln vor Krankheiten wie Diabetes und Hypertonie hinweisen. Stattdessen dürften weitere biologische Zusammenhänge eine Rolle spielen, die jedoch noch genauer untersucht werden müssen. Hinzukommt die Feststellung, dass Geruchs- und Geschmackssinn beziehungsweise die genetische Ausstattung einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit haben können. Eine generelle Empfehlung zu einem verstärkten Verzehr von Zwiebeln gibt es anhand der Untersuchung somit nicht.
Das könnte dich auch interessieren
Mehr aus dieser Kategorie
Cannabisblüten: Keine Erstattung und offene Fragen
Medizinal-Cannabis in Form von Blüten wird von den Kassen nicht mehr erstattet. Versicherte haben nur noch Anspruch auf eine Therapie …
Vitamin D für Schwangere: Sonne statt Supplemente?
Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D ist wichtig für das körperliche Wohlbefinden – das gilt erst recht für Schwangere. Denn …
Eferox mit neuer Zusammensetzung und neuem Design
Eferox (Levothyroxin-Natrium, Aristo) wird ab August in neuer Zusammensetzung erhältlich sein. Die neuen Packungen wurden optisch angepasst und unterscheiden sich …












