Alkohol: Erhöhtes Krebsrisiko bei zwei Gläsern am Tag
Alkohol gehört zu den am häufigsten genutzten Suchtmitteln und ist für einen Großteil der Menschen aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch dabei drohen Gefahren, darunter ein erhöhtes Krebsrisiko. Und dafür genügt oftmals schon eine kleine Menge pro Tag.
Alkohol werden die unterschiedlichsten Effekte zugesprochen. Von einer Trübung der Wahrnehmung bis zu einem Herabsetzen der Hemmschwelle ist verschiedenes dabei. Das gesellschaftliche Bild von Alkohol ist dabei Expert:innen zufolge überwiegend unkritisch positiv, trotz der damit verbundenen gesundheitlichen Gefahren – darunter Leberschäden, Abhängigkeit und Co. Auch ein erhöhtes Risiko für Krebs – beispielsweise Mund-, Brust- und Darmkrebs – wird mit regelmäßigem Alkoholkonsum in Verbindung gebracht. Ob dies auch für Bauchspeicheldrüsenkrebs gilt und ab welcher Menge sich das Krebsrisiko erhöht, haben Forschende untersucht.
Übrigens: Dass Alkohol das Urteilsvermögen beeinflusst, ist ein Mythos.
Alkohol wird im Körper von der Alkoholdehydrogenase (ADH) zu Acetaldehyd abgebaut. Das Nervengift wird schließlich von der Acetaldehyddehydrogenase (ALDH) zu Essigsäure abgebaut.
Alkohol: Krebsrisiko steigt ab zwei Gläsern/Tag
Generell gilt: Eine „sichere“ Menge gibt es bei Alkohol Expert:innen zufolge nicht. Doch je höher der Konsum, desto größer die damit verbundenen Risiken. Aber ab welcher Menge droht Gefahr, beispielsweise ein erhöhtes Krebsrisiko? Das hat ein Forscherteam der University of Victoria (Kanada) im Hinblick auf das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs untersucht. Dafür wurden 37 Langzeitstudien ausgewertet und andere Einflussfaktoren wie Alter, Rauchen und sozialer Status ausgeklammert.
Das Ergebnis: Die Trinkmenge spielte eine entscheidende Rolle im Hinblick auf das Erkrankungsrisiko. Genau stieg das Krebsrisiko ab einer Menge von mehr als 24 g Alkohol/Tag deutlich an. Wer also täglich zwei kleine Gläser mit einem alkoholischen Getränk zu sich nahm, hatte ein bis zu 30 Prozent erhöhtes Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Mit zunehmender Dosis stieg die Gefahr, genau um rund 2 Prozent pro 10 g Alkohol/Tag.
Daher sollte ein Pankreaskarzinom den Forschenden zufolge zwingend in die Liste der alkoholbedingten Krebsarten aufgenommen werden, auch wenn ein eindeutiger Ursache-Wirkungs-Zusammenhang anhand der Beobachtungsstudie noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen ist.
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