„Komm gib das Flüssige her“: Fleischwolf will Tilidin in der Apotheke
Seit Jahren hält der Hype um Tilidin an und die Verordnungszahlen sind in die Höhe geschnellt. Dabei wird das Opioid-Analgetikum nicht nur gegen Schmerzen eingesetzt, sondern vor allem als Rauschmittel missbraucht. Hauptanlaufstelle sind Apotheken. So auch in der Serie Fleischwolf, bei der sich die Freunde Zino und Filatow flüssiges Tilidin verschaffen wollen.
In der Folge „Keine Erotik“ versuchen Zino und Filatow, die Hauptdarsteller von Fleischwolf, in einer Apotheke an Tilidin zu kommen, und zwar in Tropfenform. Die beiden Freunde sind eigentlich im Deutschrap zu Hause, wollen sich aber als Entertainer etablieren. Mit zahlreichen Tabubrüchen, zwielichtigen Deals und Co. versuchen sie alles, um erfolgreich zu sein. Doch dass das nicht immer klappt, zeigt ihr Versuch, flüssiges Tilidin in der Apotheke zu bekommen.
Tilidin ist ein Prodrug mit nur schwacher Opioidwirkung, die aktive Substanz ist Nortilidin, die über den First-Pass-Effekt der Leber entsteht. Der Wirkstoff kommt bei starken und sehr starken Schmerzen zum Einsatz – häufig in Kombination mit Naloxon.
Kein flüssiges Tilidin ohne BtM-Rezept
Weil er starke Rückenschmerzen hat, sucht Filatow eine Arztpraxis auf. Dort bekommt er neben „Opa-Sport“ – Physiotherapie – auch Tilidin verordnet. Kurze Zeit später wollen die Freunde das Rezept in einer Apotheke einlösen. Denn Zino hat ebenfalls „Bock auf Tille“, wie er seinem Kumpel zu verstehen gibt. Das Problem: Auf dem rosa Rezept ist Tilidin in Tablettenform verordnet. Zino will jedoch Tilidin Tropfen – um high zu werden und sein seelisches Leiden zu lindern, wie es in der Szene üblich ist. „Das sind ja jetzt Tabs, haben Sie kein flüssiges da?“, fragt er daher mit einem schelmischen Lächeln nach.
Doch dieses will die Apothekenmitarbeiterin nicht abgeben und weist auf das fehlende BtM-Rezept hin, das für Tilidin Tropfen Pflicht ist. Zino zieht daraufhin „alle Register, die man für Tilidin ziehen kann“, wie es im Social Media-Clip heißt. Zunächst verweist er auf die „Krikel-Schrift“ des Arztes, die zu dem Irrtum geführt hat. Anschließend drückt er auf die Tränendrüse und beschreibt die Qualen, die sein Freund Filatow beim Schlucken von Tabletten durchleiden muss. Doch die Apothekenangestellte bleibt hart. Zu guter Letzt folgt dann der Bestechungsversuch: „Ich sag mal so: Sie haben eine tolle Apotheke und ich würde mein Geld hier super gerne ausgeben und Sie wollen ja Geld verdienen. Aber ich kann auch zu einer anderen Apotheke gehen.“ Die Folge: Die Mitarbeiterin verweist die beiden der Apotheke und droht mit einem Anruf bei der Polizei. „Treffen wir uns in der Mitte: Sie geben uns 100er und wir verschwinden?“, unternimmt Zino einen letzten Versuch, zum Ziel zu kommen, doch ohne Erfolg.
Im Anschluss fragen sich die beiden, warum ihr Versuch, an flüssiges Tilidin zu kommen, gescheitert ist, obwohl es doch bisher immer geklappt hat. Beide sind sich einig: Zino konnte bei der Apothekenangestellten „nicht landen“.
Mehr aus dieser Kategorie
PTA IN LOVE-week: Ramipril-Rückruf / Ersatzverordnung / Kein Lohn bei Krankheit vor dem Urlaub?
Die wichtigsten News rund um die Apotheke im knackigen Videoformat zusammengefasst und mit jeder Menge Spaß und guter Laune präsentiert: …
Sechs Fakten, die du nicht über Histamin wusstest
Histamin ist an der Steuerung verschiedener körpereigener Prozesse wie dem Schlaf-Wach-Rhythmus oder Entzündungen beteiligt. Der Botenstoff wird sowohl vom Körper …
Bullshit-Bingo: „Großzügige“ Kund:innen
Wir kennen sie alle: Diese Momente am HV-Tisch, in denen die Welt kurz stillsteht. Wenn die Kundschaft mit einem strahlenden …








