Wann kommt Nuvaxovid?
Nuvaxovid (Novavax) ist ein proteinbasierter Corona-Impfstoff, der am 20. Dezember die EU-Zulassung erhalten hat und ein Impfstoff, auf den einige noch Ungeimpfte warten. Aber wann wird das Vakzin ausgeliefert?
Kurz vor Weihnachten hatte Gesundheitsminister Professor Dr. Karl Lauterbach mitgeteilt, dass vier Millionen Impfdosen Nuvaxovid bestellt wurden. Weitere Bestellungen sollen folgen. Als „Game Changer“ sieht der Bundesgesundheitsminister das Vakzin aber nicht – denn die millionenfach verabreichten mRNA-Impfstoffe Comirnaty (Biontech) und Spikevax (Moderna) seien „eine ganze Spur sicherer“.
Wann aber wird der Impfstoff ausgeliefert und wie läuft die Verteilung? „Wir gehen davon aus, dass die ersten Lieferungen Ende Januar zur Verfügung stehen“, heißt es aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) auf Anfrage. Einen genauen Liefertermin gibt es also noch nicht, aber das BMG geht davon aus, dass der Impfstoff im Februar hierzulande zur Verfügung stehen wird.
Eine Kontingentierung oder spezielle Verteilung sei laut Lauterbach nicht vorgesehen. Allerdings rechne der Minister regional mit unterschiedlicher Nachfrage – erhöht sei diese möglicherweise in Sachsen, Sachsen-Anhalt und möglicherweise auch in Teilen Bayerns.
Nuvaxovid kommt zur aktiven Immunisierung zur Vorbeugung von Covid-19, verursacht durch SARS-CoV-2 bei Personen ab 18 Jahren zum Einsatz. Der proteinbasierte Impfstoff enthält pro Impfdosis von 0,5 ml 5 Mikrogramm des Spike-Proteins von SARS-CoV-2 und das Adjuvans Matrix-M. Der proteinbasierte Impfstoff enthält keinen Virus oder Virus-Bestandteile, die sich selbst vermehren oder eine Erkrankung auslösen können.
Was ist der Unterschied zu mRNA- und Vektorvirenimpfstoffen? Letztere sorgen dafür, dass der Körper selbst ungefährliche Kopien des Spike-Proteins herstellt.
Nuvaxovid besitzt laut Zulassungsstudie eine Wirksamkeit von 90 Prozent – die Wahrscheinlichkeit, an Corona zu erkranken sank nach zwei Impfdosen um etwa 90 Prozent. Wird Nuvaxovid als Booster eingesetzt, konnte der Impfstoff sechs Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung zu deutlichen Antikörpererhöhungen führen. Ein Impfschema besteht aus zwei Impfdosen, die im Abstand von mindestens drei Wochen verabreicht werden.
Was gilt für Schwangere? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt die Verwendung von Nuvaxovid bei Schwangeren, wenn der Nutzen der Impfung für die Schwangere die potenziellen Risiken überwiegt.
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