Impfnacht: Große Nachfrage und Aufklärungsbedarf über Impfangebot
Seit rund fünf Jahren dürfen Apotheken gegen Grippe und Corona impfen. Das niedrigschwellige Angebot soll dazu beitragen, die Impfquoten zu steigern. Mit Erfolg, wie sich bei der gestrigen „Langen Nacht des Impfens“ auch in der Bio 7.0 Apotheke in Berlin einmal mehr bestätigt hat. Doch über das generelle Impfangebot in Apotheken besteht noch Aufklärungsbedarf.
Bereits zum dritten Mal fand gestern hierzulande die „Lange Nacht des Impfens“ statt, um Bürger:innen die Möglichkeit zu bieten, auch außerhalb der regulären Öffnungs- und Sprechzeiten ihren Impfschutz aufzufrischen. Rund 370 Einrichtungen haben sich beteiligt, der Großteil davon Apotheken. Die Nachfrage bei Patient:innen war vielerorts groß – ebenso der Aufklärungsbedarf über das generelle Impfangebot in Apotheken.
In nur zwei Stunden wurden in der Bio 7.0 Apotheke in Berlin gestern zwischen 20 und 22 Uhr rund 40 Patient:innen immunisiert. Dabei wurde sowohl gegen Grippe als auch gegen Corona geimpft. „Die meisten haben sogar direkt beide Impfungen in Anspruch genommen“, erklärt PTA Teresa Koschkakarjan, die die Impfnacht gemeinsam mit Impfapothekerin Egkina Salamani in der Apotheke betreut hat. Die PTA hat dabei die Abrechnung übernommen, während ihre Kollegin die Patient:innen immunisiert hat.
Impfangebot in Apotheken oft unbekannt
Den Ansturm haben die beiden Mitarbeiterinnen gut gemeistert, lange Wartezeiten gab es nicht und alle Impflinge zeigten sich geduldig, auch wenn die Vorab-Beratung mitunter etwas mehr Zeit in Anspruch genommen hat. Geimpft wurden sowohl Patient:innen mit Terminvereinbarung als auch Kurzentschlossene, die spontan in die Apotheke gekommen sind.
Das Feedback: „Alle waren uns super dankbar“, so die PTA. Überraschend war für sie jedoch, dass bei vielen Kund:innen noch Aufklärungsbedarf über das generelle Impfangebot in Apotheken bestand. So dachten zahlreiche Patient:innen, bei der Aktion handele es sich um ein einmaliges Angebot. „Dass Apotheken wie wir schon seit mehreren Jahren regulär impfen, wussten viele nicht.“ Umso größer war die Freude bei den Patient:innen, von denen der Großteil spätestens im nächsten Jahr wiederkommen will. Auch die Apotheke freut sich über den Erfolg und kann sich vorstellen, bei der nächsten Impfnacht wieder dabei zu sein.
Übrigens: Vor Kurzem wurde die Leitlinie „Schutzimpfungen in öffentlichen Apotheken“ überarbeitet. Damit ist für impfende Apotheken die Bereitstellung einer Liege nicht mehr verpflichtend.
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