Vitamin D: Einnahme schützt nicht vor Depressionen
Über das Für und Wider einer Supplementierung von Vitamin D wird immer wieder diskutiert. Denn während bekannt ist, dass das Sonnenvitamin zahlreiche positive Effekte besitzt, darunter eine Verringerung der Krebssterblichkeit sowie eine Blutzuckersenkung bei Diabetes, hat dies auch Grenzen. Einen erhofften Schutz vor Depressionen bietet Vitamin D demnach nicht, zeigt eine Studie.
Vitamin D ist der übergeordnete Begriff für die Gruppe der fettlöslichen Calciferole. Zu den wichtigsten Vertreter gehört dabei Vitamin D3 (Colecalciferol). Das Vitamin unterstützt die Knochen in der Aufnahme von Calcium und Phosphat und sorgt somit für gesunde starke Knochen und wirkt einer Osteoporose entgegen. Denn Vitamin D3 hemmt die Bildung des Parathormons, das den Knochenabbau fördert. Immer wieder wird außerdem über weitere positive Wirkungen des Vitamins diskutiert, darunter ein vermeintlicher Effekt gegen Depressionen.
Doch Forschende konnten in einer Studie für Klarheit sorgen, und zwar bereits vor Längerem. Demnach konnte durch die tägliche Einnahme von Vitamin D3 das Auftreten von Depressionen nicht verhindert werden.
Depressionen: Vitamin D ohne vorbeugenden Effekt
Ein Team vom Massachusetts General Hospital in Boston (USA) hat ermittelt, wie sich die Einnahme von Vitamin D im Vergleich zu einem Placebo auf das Auftreten von depressiven Störungen auswirkt. Grundlage war die verbreitete Annahme, dass bei einem vorliegenden Mangel an Vitamin D ein erhöhtes Risiko für entsprechende psychische Erkrankungen besteht, sodass eine Behandlung womöglich vorbeugend könnte.
Um dies zu überprüfen, wurden die Daten von mehr als 18.000 Personen im Alter ab 50 Jahren einer VITAL-Studie berücksichtigt. Vor Studienbeginn wiesen die Patient:innen dabei keine entsprechenden Symptome einer Depression auf.
Das Ergebnis: Nach einer fünfjährigen Beobachtungszeit entwickelten jeweils rund 600 Personen unter Placebo sowie unter Vitamin D3 eine Depression. Signifikante Unterschiede in Sachen Häufigkeit ließen sich dabei nicht feststellen.
Mehr noch. Auch die Stimmungswerte der Patient:innen verbesserten sich durch die Supplementierung des Sonnenvitamins nicht. Somit kam es zu einem „Null-Ergebnis“, das verdeutlicht, dass Vitamin-D3 keinen Einfluss auf Depressionen oder mentale Störungen hat. „Diese Ergebnisse sprechen nicht für die Verwendung von Vitamin D3 bei Erwachsenen zur Vorbeugung von Depressionen“, fassen die Forschenden zusammen.
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