Vitamin D: Besser morgens, mittags oder abends?
Über die Supplementierung von Vitamin D wird immer wieder diskutiert. Doch fest steht: Eine ausreichende Versorgung mit dem Sonnenvitamin ist essentiell. Werden Nahrungsergänzungsmittel genutzt, stellt sich die Frage, ob Vitamin D besser morgens, mittags oder abends eingenommen werden sollte.
Vitamin D ist der übergeordnete Begriff für die Gruppe der fettlöslichen Calciferole. Zu den wichtigsten Vertretern gehört dabei Vitamin D3 (Colecalciferol). Das Vitamin unterstützt die Knochen in der Aufnahme von Calcium und Phosphat. Außerdem werden Vitamin D weitere positive Effekte auf die Gesundheit zugesprochen. Daher ist eine ausreichende Versorgung wichtig. Doch das Sonnenvitamin kann nur zu einem gewissen Teil vom Körper selbst gebildet werden und muss daher mitunter zugeführt werden.
Der Referenzwert für eine angemessene Vitamin D-Zufuhr liegt laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei 20 µg pro Tag für Kinder ab einem Jahr und Erwachsene. Dieser gilt jedoch nur bei fehlender Eigenproduktion. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollte dabei besser täglich statt wöchentlich/monatlich in Form von „Bolusdosen“ erfolgen, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung kürzlich deutlich gemacht hat.
Übrigens: Wie eine Studie gezeigt hat, können zur Vorbeugung und Behandlung eines Vitamin D-Mangels bis zu 2.000 IE/Tag als geeignet und sicher angesehen werden. Dies entspricht mehr als der doppelten Menge des empfohlenen Referenzwertes.
Und was gilt für den Zeitpunkt der Einnahme – Ist diese zu einer bestimmten Tageszeit am sinnvollsten, beispielsweise morgens wie bei einigen anderen Präparaten?
Vitamin D: Besser morgens statt abends?
Generell gilt: Die Anwendung kann zu jeder Tageszeit erfolgen. Ob Vitamin D also besser morgens, mittags oder abends eingenommen wird, spielt in der Regel keine Rolle für die Aufnahme im Darm. Doch weil das Vitamin fettlöslich ist, kann die Einnahme parallel zum Verzehr einer fetthaltigen Mahlzeit die Aufnahme und Verwertung fördern. Das gilt vor allem bei Kapseln und Tabletten, denn in Tropfen ist das Sonnenvitamin oftmals bereits in Fett gelöst. Empfehlungen, Vitamin D besser nicht abends einzunehmen, weil dies die Serotoninbildung ankurbeln und gleichzeitig die Ausschüttung von Melatonin verringern könnte, sind Expert:innen zufolge bisher nicht belegt.
Allerdings gilt es, bei der Anwendung entsprechender Nahrungsergänzungsmittel Überdosierungen zu vermeiden, denn diese kann mitunter sogar zu Vergiftungssymptomen führen. Außerdem sollten mögliche Wechselwirkungen mit anderen, ebenfalls einzunehmende Arzneimitteln im Blick behalten werden. Dazu gehören unter anderem Thiazid-Diuretika, Herzglykoside sowie Corticosteroide.
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