Versorgungsmangel: Acetylsalicylsäure i.v. aus Frankreich lieferbar
Die eingeschränkte Lieferfähigkeit von Acetylsalicylsäure Panpharma i.v. 500 mg aus Frankreich ist aufgehoben. Das Arzneimittel steht über mehrere Bestellwege zur Verfügung.
Acetylsalicylsäure Panpharma i.v. 500 mg ist in Frankreich zugelassen und im Gebrauch. Im Juli vergangenen Jahres hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) einen Versorgungsmangel mit Acetylsalicylsäure-haltigen Arzneimitteln in intravenöser Darreichungsform bekanntgegeben. Darum wird das Arzneimittel, das für den französischen Markt bestimmt ist, hierzulande mit der PZN 20093104 in Verkehr gebracht.
Ab der fünften Kalenderwoche soll Acetylsalicylsäure Panpharma i.v. 500 mg verfügbar sein. Möglich sind verschiedene Bestellwege. Zum einen können krankenhausversorgende Apotheken das Arzneimittel direkt bei Panpharma bestellen und zum anderen können öffentliche Apotheken das Präparat beim Großhandel ordern, der wiederum ohne Einschränkung beim Zulassungsinhaber bestellen kann.
Das Notfallarzneimittel ist zugelassen zur Initialbehandlung des akuten Koronarsyndroms einschließlich instabiler Angina und Myokardinfarkt mit oder ohne ST-Hebung bei Patient:innen, bei denen eine orale Anwendung aufgrund fehlender verlässlicher Absorption nicht angezeigt ist.
Bayer hatte nach eigenen Informationen Aspirin i.v. im Dezember 2024 an die Panmedica-Gruppe verkauft. Vom Verkauf betroffen ist ausschließlich das D,L-Lysinacetylsalicylat Glycin-haltige parenterale Produkt und nicht der Markenname Aspirin. Daher wird das Arzneimittel künftig unter der Bezeichnung Acetylsalicylsäure Panpharma i.v. 500 mg, Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionslösung im Handel sein. Die Vermarktung übernimmt hierzulande Panpharma, eine Tochtergesellschaft der Panmedica.
Panpharma bezeichnet sich als Spezialist für Injektionspräparate und blickt auf eine langjährige Erfahrung bei der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Injektionspräparaten für Kliniken zurück. Das Unternehmen hat 17 Millionen Euro in eine neue Vial-Abfülllinie für injizierbare Darreichungsformen in seinem Werk im schleswig-holsteinischen Trittau investiert und so die Produktionskapazität mehr als verdoppelt.
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