Update: Hydrocortison-Suspension aus der Rezeptur
Die Hydrocortison-Suspension 1 mg/ml oder 10 mg/ml zum Einnehmen besteht aus Hydrocortison, hochdispersem Siliciumdioxid und der Grundlage für Suspensionen zum Einnehmen DAC. Die Individualrezeptur kommt in der Pädiatrie beispielsweise bei Niereninsuffizienz zum Einsatz.
Bereits im vergangenen Jahr hat das DAC/NRF mitgeteilt, dass die Hydrocortison-Suspension nicht nur mit dem Glasstab, sondern auch mit einem elektronischen Stabmixer hergestellt werden kann. Die Vorgehensweise ist nun in Abschnitt „Herstellungstechnik und Abfüllung“ der Ergänzung 2025/2 enthalten.
Die Herstellung der Suspension erfolgt im Becherglas – Hydrocortison und hochdisperses Siliciumdioxid mit der Grundlage für Suspensionen zum Einnehmen DAC ins Becherglas geben und mit dem Stabmixer verrühren. Achtung, Schaumbildung ist möglich. Die Suspension kann jedoch direkt abgefüllt werden, es sei denn, es muss portionsweise in mehrere Gefäße abgefüllt werden. Ist dies der Fall, sollte gewartet werden, bis der Schaum sich gesetzt hat, dann wird verrührt und abgefüllt. Geeignet sind unter anderem Braunglasflaschen mit Kolbenpipetten mit Steckeinsatz. Haltbarkeit und Laufzeit betragen sechs Monate.
Kommt der Glasstab und nicht der Stabmixer zum Einsatz, sollten die Feststoffe Hydrocortison und hochdisperses Siliciumdioxid jeweils in der Grundlage angerieben und anschließend zusammengeführt werden. Die getrennte Anreibung soll das Entstehen von Pulveragglomeraten vermeiden.
Stabmixer oder Rührstab? Es gilt die Faustregel: Rezepturen ab 50 ml können und ab 200 ml sollen mit dem Stabmixer hergestellt werden, weil so der Entstehung von Pulvernestern vorgebeugt werden kann.
Hydrocortison gehört zu den Glucocorticoiden der Wirkstärkeklasse I und besitzt antiinflammatorische, immunsuppressive sowie antiallergische Eigenschaften. Die Wirkung geht auf eine Bindung an Glucocorticoid-Rezeptoren zurück.
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