Roche erzielt Studienerfolge mit Abnehmpräparat Enicepatid
Der Schweizer Pharmakonzern Roche verzeichnet Fortschritte bei der Entwicklung seines Hoffnungsträgers Enicepatid, einem einmal wöchentlich zu verabreichenden dualen GLP-1/GIP-Rezeptoragonisten. In klinischen Tests der Phase II wurden alle primären Endpunkte erreicht.
Nach einer Behandlungsdauer von 48 Wochen führte die höchste getestete Dosis von 24 Milligramm zu einer durchschnittlichen Senkung des Langzeitblutzuckerwerts (HbA1c) um 2,65 Prozentpunkte. Im selben Zeitraum reduzierten die Teilnehmenden ihr Körpergewicht im Schnitt um 15,5 Prozent.
Das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil entspricht dem etablierter Inkretin-basierter Therapien. Die am häufigsten berichteten unerwünschten Wirkungen waren vorwiegend leichte bis milde Magen-Darm-Beschwerden, was zu einer geringen Abbruchquote führte.
Weitere Studien in Planung
Das noch nicht zugelassene Präparat soll nun in Phase-III-Studien weiter untersucht werden, unter anderem zur Blutzuckerkontrolle. Für das Jahr 2027 sind zudem Untersuchungen zu kardiovaskulären Auswirkungen vorgesehen. Zwei Phase-III-Studien zur Gewichtsreduktion befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.
Roche strebt an, sich als dritter großer Akteur auf dem stark wachsenden Markt für Gewichtssenker zu etablieren, der derzeit vor allem von Eli Lilly und Novo Nordisk dominiert wird.
Medizinische Einordnung
Nach Einschätzung der medizinischen Leitung von Roche hebt sich Enicepatid durch eine hohe Wirksamkeit hervor. Ein erheblicher Anteil der Teilnehmenden erreichte innerhalb von unter einem Jahr wieder normale Blutzuckerwerte. In Kombination mit dem anhaltenden Gewichtsverlust könnte der Wirkstoff dazu beitragen, Folgekomplikationen zu verringern und die Stoffwechselgesundheit von Menschen mit Typ-2-Diabetes nachhaltig zu verbessern.
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