Jährliche Coronaimpfung empfohlen – aber nicht für alle
Die Ständige Impfkommission (Stiko) will die Coronaimpfung in die allgemeinen Impfempfehlungen aufnehmen – bestimmte Personengruppen sollen eine jährliche Auffrischungsimpfung erhalten.
Zwar zirkuliert das Coronavirus noch immer, doch kommt es aufgrund der Basisimmunität seltener zu schweren Fällen – dies konnte durch die Impfung erreicht werden. Für einzelne Personengruppen kann Corona dennoch bedrohlich sein; allen voran ältere Personen und Vorerkrankte. Aber auch das medizinische und pflegende Personal hat ein höheres Infektionsrisiko. Die Stiko reagiert und spricht mit dem Ziel, schwere Verläufe zu verhindern, Infektionen und Langzeitfolgen vorzubeugen, eine Corona-Impfempfehlung aus.
- Risikopatient:innen mit einen schweren Krankheitsverlauf sowie medizinisches und pflegendes Personal sollen eine jährliche Auffrischungsimpfung erhalten. Geimpft werden soll vorzugsweise mit Varianten-adaptierten Impfstoffen und mit einem Mindestabstand von zwölf Monaten zur letzten Impfung oder Infektion; bevorzugt im Herbst.
- Personen ohne Grunderkrankungen zwischen 18 und 59 Jahren – auch Schwangeren – wird eine Basisimmunität empfohlen – dazu sind mindestens zwei Impfungen und ein weiterer Antigenkontakt (Impfung oder Infektion) nötig.
- Gesunden Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird aufgrund der Seltenheit schwerer Verläufe keine Coronaimpfung mehr empfohlen – Sicherheitsbedenken bei der Impfung von gesunden Kindern und Jugendlichen bestehen aber nicht.
Der Beschlussentwurf der Stiko zur Coronaimpfung befindet sich im Stellungnahmeverfahren. Änderungen sind noch möglich.
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