Hohes Cholesterin: Gelbe Knötchen als Warnsignal
Etwa sechs von zehn Menschen hierzulande weisen erhöhte Cholesterinwerte auf. Und diese können gefährlich werden, denn meist wissen Betroffene zunächst nichts davon. Ein Warnsignal sind Xanthomen – gelbe Knötchen auf der Haut, die durch hohes Cholesterin entstehen können.
Cholesterin gehört zu den Lipiden und findet sich in den Zellwänden. Dort wird es für die Bildung von Gallensäuren, Hormonen und für die Fettverdauung benötigt. Gebildet wird Cholesterin vom Körper selbst, vor allem in Leber und Darm. Eine zusätzliche Cholesterinzufuhr über die Nahrung ist meist nur in geringen Mengen nötig.
Als Richtwert für einen angemessenen Spiegel werden für gesunde Erwachsene maximal 200 mg/dl angenommen, bei Risikogruppen wie Menschen mit Vorerkrankungen gelten weniger als 70 mg/dl als Grenze. Liegt der Wert an Cholesterin im Blut zu hoch, können gesundheitliche Risiken wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Folge sein. Demnach gehört ein hoher Low Density Lipoprotein-Cholesterin (LDL-C)-Wert zu den größten Risikofaktoren.
Das Problem: Häufig bleiben erhöhte Cholesterinspiegel lange unentdeckt. Dabei können unter anderem Hautveränderungen ein Anzeichen sein. Genau deuten sogenannte Xanthome auf zu hohes Cholesterin hin.
Xanthome: Gelbe Knötchen durch hohes Cholesterin
Bei Xanthomen handelt es sich um gelbliche, knotenförmige Hautveränderungen, häufig an Augenlidern, Ellenbogen, Knien oder an Sehnen, die in der Regel ohne Beschwerden bleiben. Sie entstehen, wenn Makrophagen überschüssiges Cholesterin oder Triglyceride aufnehmen und sich einlagern.
Zwar können die Hautveränderungen operativ entfernt werden, doch bei ihrem Auftreten sollte zunächst Arztrücksprache erfolgen, um die Ursachen abzuklären. Denn: Oftmals sind Xanthome eine typische Begleiterscheinung einer familiären Hypercholesterinämie und können auf eine Fettstoffwechselstörung, aber auch auf Schilddrüsenfunktionsstörungen oder eine bereits bestehende Diabetes-Erkrankung hinweisen.
Daher ist zunächst die Behandlung der Grunderkrankung angezeigt, beispielsweise eine medikamentöse Therapie in Kombination mit einer Lebensstilveränderung zur Cholesterinsenkung, was wiederum zu einer Rückbildung der Hautveränderungen führen kann. Allerdings besteht das Risiko von Rezidiven, wenn die Behandlung nicht ausreicht. „Solange das Cholesterin im Blut sehr hoch ist, kann eine kosmetische Entfernung der Ablagerungen womöglich nicht den erwünschten oder sogar einen gegenteiligen Effekt haben. Denn das Cholesterin und die Makrophagen mit dem Cholesterin sammeln sich sofort wieder an“, appelliert die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung.
Übrigens: Unterschieden werden unterschiedliche Formen von Xanthomen, beispielsweise tuberöse, plane oder eruptive Xanthome.
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