Flöhe: Auch für Menschen ein Problem?
Flöhe sind den meisten wohl bei Haustieren wie Hund und Katze bekannt. Doch aktuell breitet sich der sogenannte Menschenfloh hierzulande verstärkt aus, vor allem in und rund um Berlin. Der Grund: „Stadtfüchse“ als Überträger. Was bei einem Befall zu beachten ist, welche Symptome diesen zeigen und wie behandelt wird, erfährst du von uns.
Bis zu 50 Eier pro Tag kann ein Flohweibchen legen. Kein Wunder, dass sich die Parasiten rasant vermehren und ausbreiten. Doch längst nicht nur Vierbeiner sind betroffen. Denn vor allem der sogenannte Menschenfloh – Pulex irritans – kann auf befallenen Tieren überleben und von ihnen auf Menschen übertragen werden. Auch wenn dieser inzwischen in Mitteleuropa nur noch selten vorkommt, feiert er aktuell hierzulande ein Comeback und breitet sich vor allem in Berlin aus, wo bereits mehrere Fälle gemeldet wurden.
Funfact: Der Menschenfloh wird rund 3 Millimeter groß und kann beim Springen Distanzen von bis zu 50 Zentimetern überwinden.
In der Hauptstadt befasst sich nun sogar eine Taskforce mit dem aktuellen Floh-Ausbruch. Ihr Name: „Fuchs und Floh“. Zur Gruppe gehören Expert:innen des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) und des Berliner Senats. Das Ziel: den Ausbruch mit gezielten, aber möglichst tierfreundlichen Gegenmaßnahmen eindämmen. Dabei sollen auch Bürger:innen unterstützen, indem sie eingefangene Parasiten zur Untersuchung und weiteren Forschung einschicken. Dafür soll das Tier in ein verschließbares Gefäß gesetzt und 24 Stunden in das Gefrierfach gestellt werden.
Flöhe: Vom Fuchs auf den Menschen
Die Übertragung erfolgt meist durch Füchse, die vermehrt mit Pulex irritans befallen sind. Das Problem: Vor allem in Städten kommen diese Menschen meist sehr nahe und wagen sich nicht nur in Parks, sondern sogar auf Schulhöfe, was das Risiko für eine Übertragung steigen lässt. Die Rede ist der Taskforce zufolge von sogenannten Kontaktzonen, in denen die kleinen Tiere aus der Umgebung der Füchse auf den Menschen übergehen können. Wie weit diese reichen, ist bisher noch nicht bekannt. Daher gilt: Abstand halten und Füttern verboten.
Die Expert:innen der Taskforce stehen Bürger:innen täglich zwischen 10 und 12 Uhr telefonisch unter der Rufnummer 030/5168686 sowie per Mail an [email protected] beratend zur Seite, wenn der Verdacht auf einen Flohbefall in der Nähe besteht.
Flohstiche: Kratzen verboten
Auch Insektenschutzsprays können vor einem Befall schützen. Kommt es dennoch dazu, sind die typischen Bisse ein Hauptanzeichen, denn die Parasiten können am Tag mehrmals zustechen, um sich vom Blut ihrer Opfer zu ernähren. Bemerkbar macht sich dies meist durch mehrere runde, oft blutige Stiche auf einer Linie hintereinander – die sogenannte Flohstichkette. Wer diese bemerkt, sollte nicht kratzen, um Infektionen zu vermeiden. Um bei Juckreiz Linderung zu verschaffen, können die Bissstellen ähnlich wie Insektenstiche gekühlt oder mit einer aufgeschnittenen Zwiebel behandelt werden. Hilfe kommt außerdem aus der Apotheke, beispielsweise in Form von Antihistaminika wie Dimetinden.
Die Parasiten nisten sich bevorzugt in warmen und feuchten Körperregionen ein. Tiere, die sich noch auf der Haut befinden, können beim Duschen weggespült werden. Kleidung sollte bei mindestens 45 Grad gewaschen werden, um den Parasiten den Gar auszumachen.
Was gilt, wenn das Haustier befallen ist, erfährst du hier.
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