Flatulenzen: Gepupst wird etwa fünfmal pro Tag
Blähungen gehören für viele Menschen zu den Tabuthemen, auch wenn früher oder später jede/r einmal davon betroffen ist. Doch wie oft am Tag wird überhaupt gepupst?
Allein hierzulande leiden mehrere Millionen Menschen mindestens einmal pro Woche unter Blähungen. Die Luft im Bauch entsteht normal bei der Verdauung, wenn Darmbakterien Nahrungsmittelbestandteile zerlegen. Bestimmte Lebensmittel können die Gasbildung fördern und häufiges Pupsen und/oder ein Blähbauch sind die Folgen. Doch neben Darmbakterien spielt auch verschluckte Luft bei Blähungen eine Rolle, ebenso wie bestimmte Arzneimittel. Etwa 13 bis 21 Flatulenzen pro Tag gelten generell als normal. Diese können mit Geschwindigkeiten von knapp 11 km/h entweichen. Aber wie oft wird pro Tag tatsächlich gepupst? Eine aktuelle Studie liefert die Antwort.
Im Schnitt fünfmal pro Tag: So oft wird gepupst
Dafür wurden mehr als 6.400 Patient:innen untersucht, die ihre täglichen Gasabgänge mithilfe einer speziellen App zählten. Hintergrund der Untersuchung war unter anderem, herauszufinden, welche Zahl an Flatulenzen bei gesunden Menschen als normal anzusehen ist. Dies soll dazu dienen, mögliche vorliegende Erkrankungen wie ein Reizdarmsyndrom schneller zu erkennen. „Unsere Daten beschreiben unseres Wissens erstmals das tatsächliche Flatulenzverhalten einer großen Allgemeinbevölkerung“, heißt es von den Forschenden der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation in Australien.
Die Erfassung der Pupse erfolgte durchschnittlich über rund zehn Tage, ausgewertet wurden mehr als 360.000 Einträge. Das Ergebnis: Im Schnitt wurde pro Tag fünfmal gepupst. Rund acht von zehn Teilnehmenden ließen täglich zwischen zwei und sieben Flatulenzen entweichen, die meisten davon abends zwischen 18 und 22 Uhr. Dabei zeigten sich Unterschiede nach Geschlecht und Alter. Während männliche Patient:innen häufiger über Flatulenzen berichteten, waren es bei Frauen weniger. Außerdem pupsten jüngere Personen zwischen 14 25 Jahren häufiger als ältere. Mögliche Blähungen im Schlaf blieben in der Untersuchung jedoch unberücksichtigt.
„Unsere Studie liefert gute Hinweise auf regelmäßige Blähungsgewohnheiten und einen Ausgangspunkt für Gespräche über übermäßiges Blähen. Die hohe Beteiligung und das anhaltende Interesse zeigen zudem, dass Blähungen ein Thema von Interesse in der Bevölkerung sind und einer intensiveren Diskussion bedürfen“, so das Fazit.
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