Bienenstich: EC-Karte als Ersthelfer
Kein Sommer ohne Mücken, Wespen und Bienen. Vor allem letztere sorgen oftmals für hektische Bewegungen und andere panische Reaktionen, wenn sie im Anflug auf ihr vermeintliches „Opfer“ sind. Das gilt erst recht bei einer Allergie gegen das Gift der Insekten. Doch auch für Nichtallergiker:innen kann der Stich schmerzhaft sein. Warum die EC-Karte bei einem Bienenstich als Ersthelfer dienen kann, erfährst du von uns.
Sticht eine Biene zu, ist dies für das Insekt selbst tödlich und für ihr „Opfer“ schmerzhaft. Dabei injiziert das Tier ihr enthaltenes Gift in den menschlichen Körper. Die Folgen: ausgeprägter Juckreiz und Schwellungen. Bei einer Allergie besteht zudem die Gefahr eines anaphylaktischen Schocks. Nach dem Stich verbleibt der Stachel meist in der Haut des Opfers. Dann ist schnelles Handeln gefragt, damit die Reaktion an der Einstichstelle möglichst gering ausfällt. Und hier kommt die EC-Karte als Ersthelfer nach einem Bienenstich ins Spiel. Denn damit kann der Stachel von der Haut abgeschabt werden, informiert die Stiftung Gesundheitswissen. Auch andere scharfe Plastikkarten eignen sich dafür. Dabei wird die Kante der Karte etwa im 45-Grad-Winkel angesetzt und damit über den Stich geschabt.
Von einem Zusammendrücken der Einstichstelle sollte besser abgesehen werden. Außerdem gilt es, möglichst keinen Druck auf den verbliebenen Stachel auszuüben, damit nicht noch mehr Gift in die Wunde gelangt. Und auch kratzen ist tabu, um Infektionen zu verhindern. Stattdessen die Wunde reinigen, desinfizieren und mit kaltem Wasser oder einem Eiswürfel kühlen, um die Ausbreitung des Gifts zu verlangsamen.
Übrigens: Bienengift – Apis mellifica – wird in der Homöopathie genutzt, unter anderem zur Linderung von akuten Entzündungen von Haut und Schleimhaut.
Bienenstich: Was hilft?
In der Regel sind Wespen- und Bienenstiche selbstlimitierend und nach wenigen Tagen abgeheilt. Zudem bleibt die Reaktion meist auf den Bereich um die Einstichstelle begrenzt. Antihistaminika wie Dimetindenmaleat können bei Schwellung, Rötung und Co. Linderung verschaffen. Pflanzliche Alternativen kommen beispielsweise mit Arnika, Calendula und kleiner Brennnessel. Und auch Stichheiler können eine Alternative sein und durch die Wärme den Juckreiz reduzieren. Kommt es jedoch zu einer Ausbreitung oder bleiben Schwellung, Rötung und Co. länger bestehen, ist Arztrücksprache zu halten.
Achtung: Bei Stichen im Mund-Rachen-Raum sollte der Notruf gewählt werden, gleiches gilt bei einer vorliegenden Allergie. Typische Anzeichen für einen einsetzenden anaphylaktischen Schock sind Fieber, Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufbeschwerden oder gar Bewusstlosigkeit. Unter Umständen kann auch die Verabreichung eines Notfallpens angezeigt sein.
Was bei einem Wespenstich hilft, erfährst du hier.
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