Ausbleiben der Periode: Was ist zu beachten?
Insgesamt etwa fünf bis sieben Jahre ihres Lebens menstruieren Frauen – im Schnitt bis zu 500 Mal. Doch auch wenn die Periode oftmals als lästig empfunden wird, sorgt ihr Ausbleiben mitunter für Panik. Doch nicht immer ist eine Schwangerschaft der Grund dafür.
Zugegeben, die monatliche Regelblutung empfinden viele Frauen als lästig und oftmals ist diese auch mit Schmerzen verbunden. Außerdem kommt sie oftmals zur unpassendsten Zeit, beispielsweise wenn ein Urlaub ansteht oder ein Saunabesuch geplant ist. Kein Wunder, dass mitunter der Wunsch aufkommt, die Menstruation zu verschieben, was unter anderem mit der Pille möglich ist.
Doch was gilt, wenn sich die Regelblutung ungeplant verzögert oder es sogar zum Ausbleiben der Periode kommt – welche Ursachen gibt es und worauf sollten betroffene Frauen achten? Fest steht: In der Apotheke ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn die Sorge vor einer ungeplanten Schwangerschaft ist oftmals groß.
Zur Erinnerung: Im Durchschnitt dauert der weibliche Zyklus 28 Tage – der Zeitraum kann jedoch zwischen 21 und 35 Tagen variieren.
Ausbleiben der Periode: Das sind die Ursachen
Ein Ausbleiben der Periode wird auch als Amenorrhoe bezeichnet. Während die primäre Form den Zeitraum vor der ersten Regelblutung bis zum 16. Lebensjahr umfasst, ist von der sekundären Amenorrhoe die Rede, wenn die Menstruation für mehr als drei Monate aussetzt, obwohl zuvor ein regelmäßiger Zyklus bestand. Hauptgrund ist meist eine hormonelle Umstellung. Diese tritt zum Beispiel natürlicherweise rund um die Wechseljahre auf. Aber auch eine Schwangerschaft kann der Grund sein. Kein Wunder, dass Frauen dies oftmals als erste Ursache vermuten, wenn sie mit der Regelblutung „spät dran“ sind.
Doch hormonelle Störungen, die für ein Ausbleiben der Periode sorgen, können auch andere Auslöser haben. Allem voran gehört dazu die Einnahme von Arzneimitteln. So können neben oralen Kontrazeptiva beispielsweise verschiedene Antipsychotika, Antiallergika oder auch Antidepressiva den Hormonhaushalt durcheinanderbringen und damit auch den Zyklus stören. Hinzukommen Stress, ungesunde Ernährung und Gewichtsschwankungen sowie ein übermäßig intensives Training. Und auch Schilddrüsenerkrankungen oder das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) kommen als Ursachen infrage. Oftmals wird eine Amenorrhoe von weiteren Beschwerden wie milchigem Ausfluss aus den Brustwarzen, Haarausfall, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, ungewöhnlich starker Gesichtsbehaarung, Akne oder Schmerzen im Beckenbereich begleitet.
Daher gilt es, zunächst einmal die genaue Ursache für das Ausbleiben der Periode abzuklären. Denn je nach Diagnose können unterschiedliche Behandlungsoptionen ins Spiel kommen.
Übrigens: Auch die Einnahme eines Notfallkontrazeptivums mit Ulipristalacetat oder Levonorgestrel kann zu einer Verzögerung der Menstruation führen, und zwar mitunter um bis zu mehr als 20 Tage. Ab einem Zeitraum von mehr als sieben Tage nach dem eigentlichen Termin sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt und/oder eine gynäkologische Praxis aufgesucht werden.
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