Engpass bei Elotrans und Oralpädon: Wann kommt Nachschub?
Elektrolytlösungen sind im Trend. Vor allem Feierlustige setzen auf die Elektrolyt-Zucker-Mischungen, um dem Hangover vorzubeugen. Die Folge der gestiegenen Nachfrage: Ein Engpass bei Elotrans und Oralpädon. Ist Nachschub in Sicht? STADA informiert über die voraussichtliche Liefersituation.
Elotrans hat eine eindeutige Indikation – Elektrolyt-Glucose-Mischung bei Durchfallerkrankungen. „Die Nachfrage nach Elotrans übersteigt in diesem Jahr ein Vielfaches den Marktbedarf aus 2021“, informiert STADA und arbeitet mit Hochdruck an Nachschub sowie einer Ausweitung der Produktionskapazitäten. „Die Produktion erfolgt durch einen Lohnhersteller in Deutschland“, heißt es aus Bad-Vilbel in einem Schreiben an die Apotheken.
Elotrans: Wann kommt Nachschub?
Die Packung zu zehn Stück soll voraussichtlich ab Oktober 2022 wieder lieferbar sein. Packungen zu 20 Stück würden hingegen kontinuierlich nachbeliefert. Zudem würden die Nachbestellungen der Apotheken abgearbeitet.
Oralpädon: Keine Ware bis Ende 2022
Für Oralpädon erteilt STADA eine Absage bis zum Jahresende. Eine Auslieferung von Oralpädon könne bis mindestens Ende 2022 nicht mehr erfolgen.
Oralpädon ist ebenso wie Elotrans als Elektrolyt-Glucose-Mischung bei Durchfallerkrankungen im Handel. Das Präparat werde überwiegend an junge Patient:innen abgegeben. STADA weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Elotrans auch für Säuglinge und Kleinkinder zugelassen ist und abgegeben werden kann.
Was sind die Alternativen?
Fallen die fertigen Mischungen wie Elotrans, Oralpädon und Saltadol aus, kann die Herstellung in der Rezeptur eine Alternative sein. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) enthält die standardisierte orale Rehydratationslösung (ORS) Wasser und Glukose sowie die Elektrolyte Natriumchlorid, Natriumcitrat und Kaliumchlorid. Ein Liter der WHO-Trinklösung enthält nach neuer Rezeptur:
- 13,5 g Glukose
- 2,6 g Natriumchlorid
- 2,9 g Natriumcitrat
- 1,5 g Kaliumchlorid
Hergestellt wird das Pulver in der rauen Reibschale. Die einzelen Bestandteile werden abgewogen und im Mörser homogenisiert. Glucose wird nach den Salzen anteilig hinzugefügt. Die Mischung wird in Flachbeutel abgefüllt. Das NRF bietet drei verschiedene Mischungen: ORS 40, ORS 60 und New-ORS-WHO. Die einzelnen Varianten haben ein unterschiedliches Gewicht. ORS 40: 25 Gramm, ORS 60: 26 Gramm und New-ORS-WHO: 20,5 Gramm.
Das könnte dich auch interessieren
Mehr aus dieser Kategorie
Wunscharzneimittel: Apotheke muss Kassenabschlag zahlen
Geben Apotheken ein Wunscharzneimittel ab, zahlen Versicherte zwar den vollen Preis, doch den Kassenabschlag müssen Apotheken gewähren – ebenso wie …
ePA: Elektronischer Medikationsplan kommt
Bereits im Herbst wurden neue Funktionen bei der elektronischen Patientenakte (ePA) angekündigt, nun werden diese umgesetzt. Wie die Gematik informiert, …
Magnesium: Sieben Salze in einer Kapsel
Hermes hat unter der Dachmarke Biolectra verschiedene Magnesiumpräparate im Handel. Darunter Nahrungsergänzungsmittel als Kapseln, Granulat, Direktstick, Gummies und Brausetablette allein …












