EMA prüft Molnupiravir zur Corona-Behandlung
Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat das Prüfverfahren für ein neues Medikament gegen Covid-19 in Gang gesetzt. Die Expert:innen bewerten nun die Daten aus Studien zur Wirkung des antiviralen Mittels Molnupiravir, wie die EMA am Montag in Amsterdam mitteilte.
Das Medikament, das geschluckt werden soll, wird von den Pharmaunternehmen Merck Sharp & Dohme gemeinsam mit Ridgeback Biotherapeutics hergestellt.
Nach ersten Testergebnissen soll das Präparat die Wirkung des Corona-Virus im Körper abschwächen. Dadurch könnten stationäre Behandlungen und auch Todesfälle verhindert werden. Die EMA-Expert:innen prüfen nun Daten zur Qualität des Medikaments, Sicherheit und Wirksamkeit. Sobald die Testreihen abgeschlossen sind, kann der Hersteller einen Antrag auf Zulassung in der EU stellen. Die EMA nannte dafür keinen Zeitrahmen.
Bisher ist in der EU erst ein Medikament zur Behandlung von Covid-19 zugelassen, für fünf weitere wurden Zulassungsanträge gestellt, vier Präparate werden derzeit geprüft.
Das könnte dich auch interessieren
Mehr aus dieser Kategorie
Survodutid: Konkurrenz für Semaglutid und Co.
Survodutid (Boehringer Ingelheim) ist ein neuartiger dualer Glukagon/GLP-1-Rezeptor Agonist, der Semaglutid und Tirzepatid Konkurrenz machen könnte. Die Substanz hat ihre …
Topische Retinoide: Fehlbildungen wegen Tretinoin
Dass Retinoide wie Isotretinoin in systemischen Darreichungsformen mit Vorsicht angewendet werden sollten, ist bekannt. Das gilt vor allem in der …
Fluorid: Achtung bei Schwarzem und Grünem Tee
„Baustoff für die Zähne“ – das ist nur eine der Bezeichnungen für Fluorid. Denn der Mineralstoff trägt dazu bei die …












