6 statt 18 Euro: Spahn will Apotheken-Vergütung für digitalen Impfnachweis senken
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Vergütung der Apotheken für das Erstellen digitaler Corona-Impfnachweise zum 1. Juli senken. Je Zertifikat sollen es statt jetzt 18 Euro noch 6 Euro pro Zertifikat sein, teilte der CDU-Politiker am Mittwoch bei Beratungen mit seinen Länderkollegen mit, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.
Die höhere Vergütung zu Beginn sollte demnach dazu dienen, Anlaufkosten etwa für Schulungen, IT-Ausstattung und Registrierungen zu finanzieren und an möglichst vielen Stellen ein Angebot für die Bürger:innen zu schaffen. Die Zahlen der ersten zwei Tage in den Apotheken zeigten, dass dies gelungen sei.
In der vergangenen Woche hatte Spahn das Honorar in Höhe von 18 Euro noch verteidigt: Hierbei handelt es sich laut Spahn um eine Dokumentenprüfung mit entsprechendem Kontrollaufwand – dies wurde im Honorar berücksichtigt. „Die Vergütung soll den Aufwand widerspiegeln“, so Spahn. „Hätte man einen Preis genommen, der den Aufwand nicht berücksichtigt, hätten viele Apotheken nicht mitgemacht. Wir haben ein hohes Interesse, dass viele Bürgerinnen und Bürger zügig ihre Nacheintragung machen können“, so Spahn.
Insgesamt seien über alle Ausgabestellen inzwischen mehr als zehn Millionen digitale Impfnachweise erstellt worden, berichtete Spahn den Angaben zufolge weiter. Ausgegeben werden soll der digitale Nachweis direkt nach der zweiten Impfung in Impfzentren und Praxen. Nachträglich ist es seit Montag auch in vielen Apotheken möglich. Mehr als 10.000 Apotheken hätten mitgemacht, sagte Spahn. Darüber sei er positiv überrascht. Der EU-weit vereinbarte digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung zum weiter gültigen gelben Impfheft aus Papier.
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