Salbutamol-Sprays: Versorgungsmangel bald beendet?
Der Beirat für Liefer- und Versorgungsengpässe wurde über die Liefersituation von Salbutamol-haltigen Dosieraerosolen informiert. Die Versorgung hat sich stabilisiert. Zeit, über den Versorgungsmangel zu entscheiden.
Seit Dezember 2023 besteht für Salbutamol-haltige Arzneimittel in pulmonaler Darreichungsform ein Versorgungsmangel. Importe, eine bedarfsgerechte Verordnung und die Umstellung auf Pulverinhalatoren – wenn möglich –, federn die Engpässe ab. Im März hatte der Beirat eine Stabilisierung der Versorgung festgestellt. Im Juni tagten die Expert:innen erneut. Dabei zeigte sich, dass die dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vorliegenden Marktdaten auf eine Stabilisierung der Versorgungssituation hindeuten.
Zudem zeichne sich eine grundsätzliche mögliche Marktversorgung durch regulär zugelassene Arzneimittel ab. Dies werde auch durch die gemeldeten Produktions- und Lagerdaten gestützt. Diese Einschätzung werde im Nachgang zur Sitzung durch die vertretenen Verbände geprüft.
„Auf Grundlage der Ergebnisse wird anschließend über das weitere Vorgehen hinsichtlich des festgestellten Versorgungsmangels entschieden“, heißt es im Kurzprotokoll. Eine weitere Stabilisierung könnte sich auch durch eine verstärkte Verordnung von Pulverinhalatoren ergeben, so die Expert:innen.
Aktuell sind beim BfArM folgende Lieferengpässe für Salbutamol-haltige Arzneimittel gemeldet:
- Salbuhexal N Dosieraerosol bis voraussichtlich Ende September
- Salbutamol 1 A Pharma 0,1 mg Druckgasinhalation, Suspension bis voraussichtlich Ende September
- Bronchospray Autohaler bis voraussichtlich Ende Juni
- Cyclocaps Salbutamol 400 µg bis voraussichtlich Ende Dezember
Salbutamol gehört zu den Beta-Sympathomimetika und wird aufgrund seines schnellen Wirkeintritts und bronchienerweiternden Effekts bei einem akuten Asthmaanfall eingesetzt. Der Wirkstoff bindet selektiv an die Beta-2-Adrenozeptoren der Bronchialmuskulatur.
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