Propranol/Quetiapin: Ratiopharm erklärt Engpässe
Beinahe täglich wird die Liste der beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gemeldeten Lieferengpässe angepasst. Zum Monatsanfang wurden unter anderem die Meldungen zu Propranolol, Nitrendipin, Quetiapin und Clonidin von Ratiopharm/Teva aktualisiert. Der Konzern erklärt die Ursachen.
Für Clonidin Ratiopharm zu 75 und 150 mg sind seit September 2025 Lieferausfälle gemeldet. Der Grund sind temporäre Produktionsengpässe. Allerdings ist ein Großteil der betroffenen Stärken wieder verfügbar. Für die verbleibenden Stärken „rechnen wir mit einer Lösung bis Mitte Juli.“
Seit November sind Lieferengpässe für Propranolol Ratiopharm in den Stärken 10, 40 und 80 mg in mehreren Packungsgrößen gemeldet. Propranolol CT zu 40 und 80 mg ist seit Ende Februar knapp. Der Grund: „Der Engpass steht im Zusammenhang mit einer laufenden regulatorischen Anpassung beim Wirkstoff (API-Variation)“, teilt eine Sprecherin mit. „Sobald die behördliche Genehmigung vorliegt, kann die Verfügbarkeit wiederhergestellt werden; aktuell erwarten wir dies gegen Anfang Oktober.“
Die Erstmeldung für Nitrendipin Abz zu 10 und 20 mg ist aus September 2025. Ursache für die Lieferausfälle sind Verzögerungen beim Wirkstofflieferanten. „Nach aktuellem Stand rechnen wir im besten Fall mit einer Wiederverfügbarkeit im Juli“, so die Sprecherin.
Quetiapin Abz zu 150 mg zu 10 Retardtabletten fehlt seit Januar. „Die eingeschränkte Verfügbarkeit ist auf eine Kombination aus erhöhter Nachfrage infolge von Mitbewerberdefekten und begrenzten globalen Produktionskapazitäten zurückzuführen“, so die Sprecherin. „Die Produktionsmengen sollen im dritten Quartal erhöht werden, sodass sich die Liefersituation schrittweise verbessern sollte.“
Auch zahlreiche andere Hersteller melden Lieferengpässe für Quetiapin. Diese sollen zum Teil voraussichtlich bis Jahresende andauern und bestehen bereits seit 2024. Im Dezember vergangenen Jahres tagte der Beirat zu Liefer- und Versorgungsengpässen. Unter anderem wurde die Versorgungslage von Metamizol, Atorvastatin und Quetiapin bewertet. Die Expert:innen kamen zu dem Schluss, dass zwar Engpässe bekannt sind, aber die grundsätzliche Versorgung nicht beeinträchtigt ist.
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