Erhöhtes Krebsrisiko, Vergiftungsgefahr: Besser kein Rapsöl?
„Saaten-Öle wie Rapsöl sind pures Gift“ oder „So gefährlich ist Rapsöl“ – so lauten nur einige Aussagen, die in den Sozialen Medien kursieren. Dabei wird vor den vermeintlichen Gesundheitsgefahren gewarnt, die mit dem Öl verbunden sind. Rapsöl soll demnach Entzündungen fördern, zu Vergiftungen führen und sogar das Krebsrisiko erhöhen. Was ist dran?
Auf Instagram, TikTok und Co. kursieren beinahe täglich neue Trends, die unter anderem dabei helfen sollen, die Gesundheit zu verbessern. Die tägliche Einnahme von Zeolith ist dabei nur ein Beispiel. Auf der anderen Seite wird jedoch in zahlreichen Videos mitunter auch vor angeblichen Gefahren gewarnt, die mit bestimmten Produkten verbunden sein können. So finden sich in den Sozialen Medien verschiedene Posts, in denen vor der Nutzung von Rapsöl gewarnt wird. Denn dieses soll sich negativ auf die Gesundheit auswirken und erhebliche Gefahren bergen. Doch Expert:innen warnen bereits vor einer vermeintlichen Panikmache.
Rapsöl: Gefahren vs. Nutzen
Die Warnungen in Reels, Videos oder anderen Postings thematisieren unter anderem ein angeblich erhöhtes Krebsrisiko durch Rapsöl, eine drohende Vergiftungsgefahr und die Entstehung von Entzündungen. Ernährungsexpert:innen widersprechen jedoch. Demnach gebe es bisher keine wissenschaftlichen Nachweise für entsprechende Behauptungen.
Doch ein Team der Justus-Liebig-Universität Gießen hat bereits vor einigen Jahren in einem neuartigen Verfahren deutliche Mengen an Erbgut schädigenden Substanzen in Pflanzenölen nachgewiesen. Dazu gehörte auch Rapsöl. Und auch im Öko-Test vor rund eineinhalb Jahren konnten in einigen Rapsöl-Produkten Schadstoffe wie kritische Mineralölbestandteile, Transfette und sogar Pestizide nachgewiesen werden, die mitunter als schädlich – unter anderem krebserregend – eingestuft wurden. Allerdings waren die nachgewiesenen Anteile größtenteils nur sehr gering, weshalb das genaue Gefahrenpotenzial nur schwer beurteilt werden kann. Pauschale Aussagen, wonach Rapsöl generell als gefährlich eingestuft wird, könnten daher eher als Panikmache eingeordnet werden.
Denn auf der anderen Seite wird Rapsöl vor allem aufgrund seines hohen Anteils an Omega-3-Fettsäuren empfohlen. Hinzukommt, dass es einen besonders geringen Anteil an gesättigten Fettsäuren enthält und ebenfalls das Zellschutzvitamin E, das vor allem zum Abfangen freier Radikale dient. Es kommt demnach auf die Menge und Qualität des jeweils verwendeten Rapsöls an, mahnen Expert:innen.
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