Trotz Optimismus: Miese Stimmung in Apotheken
Die Stimmung bei den Heilberufler:innen ist im ersten Quartal 2026 gesunken und liegt bei Minus 13,8. Das ist das Ergebnis des Stimmungsbarometers der Stiftung Gesundheit. Apotheker:innen sind zwar optimistischer als im Vorquartal, haben aber den schlechtesten Stimmungswert unter den Heilberufler:innen.
Im ersten Quartal ist die Stimmung bei den Apotheken zwar um 7,2 Punkte gestiegen, aber die Berufsgruppe liegt mit Minus 50,8 unverändert auf dem letzten Platz. Die aktuelle wirtschaftliche Lage bewerten nur 1,5 Prozent der befragten Apotheker:innen als gut – 42 Prozent als befriedigend und mehr als die Hälfte (56 Prozent) als schlecht. Und auch die wirtschaftliche Erwartung für die kommenden sechs Monate wird vom Großteil (52 Prozent) als „ungünstig“ bewertet. Nur knapp 5 Prozent blicken positiv in die Zukunft.
Insgesamt ist die Stimmung der Heilberufler:innen im ersten Quartal um 0,8 Punkte gesunken und liegt bei einem Wert von Minus 13,8. Die Einschätzung der aktuellen Lage hat sich zwar um 5,1 Punkte verschlechtert, doch die Erwartung für die kommenden sechs Monate stieg um 3 Punkte an.
Bei den Ergotherapeut:innen verbesserte sich die Stimmung zum vierten Mal in Folge – dieses Mal um 2,7 Punkte auf 5,4. Damit liegt die Berufsgruppe als einzige im positiven Bereich. Die Stimmung ist auch bei den Hebammen gestiegen, und zwar um 10,6 Punkte auf den besten Wert seit fast drei Jahren. Insgesamt liegen sie mit einem Stimmungswert von Minus 30,0 jedoch auf dem vorletzten Rang.
Berg ab geht es bei der wirtschaftlichen Stimmung der Heilpraktiker:innen. Diese hat sich leicht verschlechtert (-3,4 Punkte). Damit sinkt ihr Stimmungswert erstmals in den negativen Bereich (-3,1). Auch bei den Physiotherapeut:innen ging die Stimmung zurück – minus 4,8 Punkte – und liegt nun bei Minus 10,1. Den größten Rückgang verzeichneten in diesem Quartal die Logopäd:innen. Ihre Stimmung sank um 6,1 Punkte auf einen Wert von Minus 13,8.
Zur Methodik: Im Zeitraum vom 3. bis 15. März haben 10.000 nichtärztliche Heilberufler:innen aus dem Strukturverzeichnis der Versorgung sowie weitere 2285 Heilberufler:innen eine Einladung zur Befragung erhalten. 756 valide Fragebögen wurden zurückerhalten.
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