Vertriebsaus für Victoza
Novo Nordisk stellt den Vertrieb von Victoza (Liraglutid) ein. Innerhalb der gesamten EU und dem EWR ist spätestens Ende 2026 Schluss. In Österreich wird schon Ende des Jahres Schluss sein.
Durch die Vertriebseinstellung sind in einigen Ländern kurzfristige Engpässe möglich, teilt Novo Nordisk mit. Für Österreich ist die Versorgung bis zum offiziellen Datum der Vertriebseinstellung – Dezember 2025 – gewährleistet. Die Einstellung der Vermarktung erfolge aus kommerziellen Gründen und nicht aufgrund von Sicherheits- oder Qualitätsproblemen.
Zulassungsbehörden, Ärzt:innen, Gesundheitsdienstleister und Patientenorganisationen werden informiert, um einen sicheren Übergang zu alternativen Behandlungsoptionen für eine kontinuierliche Versorgung zu gewährleisten. Patient:innen müssen rechtzeitig umgestellt werden, um das Risiko ausgelassener Dosen zu vermeiden, die negative gesundheitliche Auswirkungen haben können, heißt es.
Fest steht: Es sollte keine neue Behandlung mit Victoza begonnen werden und Patient:innen mit bestehender Therapie auf alternative GLP-1-Analoga oder andere Medikamente umgestellt werden. Dabei sollen die Leitlinien beachtet werden. Wird auf ein alternatives GLP-1-Analogon oder ein anderes Medikament umgestellt, sollte eine engmaschige Blutzuckerüberwachung stattfinden.
Victoza wird zur Behandlung des unzureichend kontrollierten Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab dem Alter von zehn Jahren als Zusatz zu Diät und körperlicher Aktivität angewendet. Möglich ist eine Monotherapie, wenn die Anwendung von Metformin aufgrund einer Unverträglichkeit oder Kontraindikation ungeeignet ist sowie eine Kombination mit Arzneimitteln Antidiabetika.
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