Jobwechsel: Garant für mehr Gehalt?
Neben einem gesünderen Lebensstil, Digital Detox und mehr Zeit für die Liebsten finden sich auch berufliche Veränderungen häufig auf der Liste der guten Vorsätze zu Jahresbeginn. Stichwort Jobwechsel. Schließlich ist dieser praktisch ein Garant für mehr Gehalt, oder?
Weniger Stress, flexiblere Arbeitszeiten, Probleme im Team und/oder mit der Apothekenleitung: Es gibt viele Gründe, warum sich Apothekenangestellte mit einem Jobwechsel beschäftigen. Dazu zählt meist auch der Wunsch nach mehr Wertschätzung, vor allem finanziell. Kein Wunder, dass ein Jobwechsel meist mit mehr Gehalt verbunden ist. Dabei zeigt sich: Wer zwar den/die Arbeitgeber:in wechselt, aber nicht den eigentlichen Beruf aufgibt, sichert sich oftmals ein größeres Gehaltsplus.
3.500 Euro mehr Gehalt durch Jobwechsel?
Genau bringt ein Arbeitsplatz- statt Branchenwechsel bis zu 3.500 Euro pro Jahr mehr, wie eine frühere Untersuchung der Bertelsmann Stiftung ergeben hat. Dafür wurden unter anderem Daten zu rund 38.000 Berufswechseln von mehr als 17.000 Personen aus dem Nationalen Bildungspanel berücksichtigt. Die Analyse erfolgte anhand eines Ähnlichkeitsmaßes, bei dem die Tätigkeiten von Ausgangs- und Zielberuf sowie die dafür notwendigen und bereits vorliegenden Kompetenzen miteinander verglichen wurden. Unterschieden wurde dabei zwischen vollständigen Berufswechseln mit geringen Ähnlichkeitswert (49 Prozent), verwandten (30 Prozent) und gleichartigen Berufswechseln (21 Prozent).
Das Ergebnis: Je ähnlicher sich alter und neuer Job sind, desto größer das Gehaltsplus durch den Jobwechsel. „Bei einem Neustart in einem eng verwandten Beruf ist im Schnitt eine Gehaltsaufbesserung von knapp 3.500 Euro brutto pro Jahr möglich, bei einem Wechsel in einen zumindest noch wenig verwandten Job sind es immerhin noch knapp 2.500 Euro“, heißt es von den Autor:innen.
Besser Apotheken- statt Berufswechsel
Mehr noch: Neben dem Gehalt und der Zufriedenheit steigt auch die Produktivität von Beschäftigten. So sind diese nach einem Wechsel in einen eng verwandten Beruf im Schnitt sechs Arbeitstage mehr anwesend. Außerdem erhöht sich meist die Chance auf einen beruflichen Aufstieg.
„Ein Jobwechsel macht sich vor allem dann bezahlt, wenn Arbeitnehmer:innen an vorhandene Kompetenzen anknüpfen, also in verwandte Tätigkeiten wechseln“, lautet daher das Fazit. Spich: Ein Apothekenwechsel kann sich für PTA und andere Kolleg:innen also mehr auszahlen, als der Apotheke komplett den Rücken zu kehren.
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