Ramipril-Rückruf: 36 Chargen betroffen
089Pharm hatte bereits im Dezember Ramipril zu 5 mg in verschiedenen Packungsgrößen in zwei Chargen zurückgerufen. Als Grund wurden Abweichungen bei der Bruchfestigkeit genannt. Inzwischen sind weitere Chargen des ACE-Hemmers betroffen und es erfolgt ein weiterer Rückruf.
Ramipril 089PHARM 5 mg zu 20, 50 und 100 Tabletten wird in folgenden Chargen zurückgerufen: 100425, 100625, 10125, 10425, 10625, 11024, 110425, 110625, 120425, 130425, 140425, 150425, 160425, 170425, 180425, 190425, 20625, 210425, 220425, 230425, 240425, 250425, 30425, 30625, 40425, 40625, 50425, 50625, 60425, 60625, 70425, 70625, 80425, 80625, 90425 und 90625. Der Rückruf erfolgt auf Apotheken- und Großhandelsebene aufgrund von Beanstandungen zur Bruchfestigkeit der Tabletten.
Dabei handelt es sich um im Markt befindliche Chargen mit einer Haltbarkeit bis einschließlich Juni 2027. Chargen mit späterem Verfall – ab Oktober 2027 – sind laut Hersteller nicht betroffen, weil die Spezifikationen für die Bruchfestigkeit bereits angepasst wurden. Die Bruchfestigkeit beeinflusst unter anderem die Zerfallszeit und die Freisetzungsgeschwindigkeit des Wirkstoffes. Einfluss auf die Bruchfestigkeit von Tabletten hat unter anderem der Pressdruck.
Apotheken werden gebeten, das Warenlager zu überprüfen und betroffene Packungen per APG-Formular zurückzuschicken. Retouren werden zu 100 Prozent vergütet. Klinikapotheken sollen betroffene Packungen nach Anmeldung an folgende Adresse schicken und die Umverpackung als Rückrufware kennzeichnen: 089PHARM GmbH, c/o Health Logistics GmbH, Vichystr. 14, 76646 Bruchsal.
Für Ramipril 089PHARM 5 mg bestehen Rabattverträge mit verschiedenen Krankenkassen – unter anderem mit der Barmer, BKKen, DAK, Hanseatischen Krankenkasse (HEK), Handelskrankenkasse (hkk), Kaufmännische Krankenkassen (KKH), Knappschaft, Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG, ehemals LKK) und Techniker Krankenkasse (TK).
Das könnte dich auch interessieren
Mehr aus dieser Kategorie
Salbutamol-Engpass: Cortison-Basistherapie reduziert Anfälle und Bedarf
Für Salbutamol in pulmonaler Darreichungsform besteht weiterhin ein Versorgungsmangel. Importe sichern hierzulande den Bedarf und einige Gestattungen wurden bereits bis …
HRT und Demenz: (K)ein Zusammenhang?
Der Einsatz einer Hormonersatztherapie (HRT) zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden wird immer wieder diskutiert – vor allem aufgrund möglicher Nebenwirkungen. Ob …
Paracetamol in der Schwangerschaft: Kein erhöhtes Autismus-Risiko
Behauptungen Donald Trumps zu Autismus durch ein Schmerzmittel verunsicherten manche Schwangere auch hierzulande. Frisch analysierte Daten widerlegen, dass tatsächlich Gefahr …











