Quensyl fehlt bis zum vierten Quartal
Sanofi meldet für Quensyl 200 mg (Hydroxychloroquinsulfat) einen vorübergehenden Lieferengpass. Dieser werde voraussichtlich bis zum vierten Quartal andauern.
Der Lieferengpass bei Quensyl ist nicht auf Qualitätsprobleme zurückzuführen. Ursache sind technische Probleme bei der Wirkstoffproduktion, wie Sanofi in einem Informationsschreiben mitteilt. Zudem habe die erhöhte Nachfrage durch Lieferschwierigkeiten auch bei anderen Anbietern die Lieferfähigkeit von Quensyl noch stärker belastet.
Hydroxychloroquin-haltige Arzneimittel sind in verschiedenen Indikationen zugelassen. Dazu gehören:
- rheumatoide Arthritis
- juvenile idiopathische Arthritis
- systemischer Lupus erythematodes
- Malariaprophylaxe und -therapie.
Das 4-Aminochinolin besitzt biologische Wirkungen, die denen von Chloroquin ähnlich sind – einschließlich Antimalariawirkung und immunsuppressive Eigenschaften. Der Wirkstoff zählt zu den langsam wirkenden Antirheumatika.
Können Patient:inenn nicht versorgt werden, sollen Ärzt:innen Alternativen in Betracht ziehen. Quensyl ist als wichtiges Arzneimittel für systemischen Lupus erythematodes anerkannt und empfohlen. Daher sollte die Behandlung von Patient:innen mit systemischem Lupus erythematodes priorisiert werden.
Zur Behandlung von rheumatoider Arthritis sowie zur Malariaprophylaxe und -therapie – mit Ausnahme von chloroquinresistenten Plasmodienstämmen – sollten verfügbare Alternativen zum Einsatz kommen. Gleiches gilt für die Behandlung der juvenilen idiopathischen Arthritis.
Eine Anwendung außerhalb der zugelassenen Indikationen sollte nicht stattfinden.
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