Grippeimpfung: Auch Influvac kommt aus Italien
Bereits vor rund einem Monat hatte das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) informiert, dass der Grippeimpfstoff Efluelda (Sanofi) befristet in italienischer Aufmachung in den Verkehr gebracht werden darf. Nun kommt auch Influvac (Viatris) aus Italien, um den anhaltenden Bedarf zu decken.
Weil bereits seit Ende letzten Jahres viele der für die aktuelle Grippesaison 2025/26 vorgesehenen trivalenten Influenza-Impfstoffe als abverkauft gemeldet waren, drohte die Versorgung knapp zu werden. Seit Mitte Januar steht daher der Hochdosis-Impfstoff Efluelda hierzulande in italienischer Aufmachung zur Verfügung. Nun folgt der nächste Impfstoff. Influvac kommt ebenfalls aus Italien.
Wie das PEI informiert, wurde dem Zulassungsinhaber gemäß § 10 (1a) und § 11 (1c) Arzneimittelgesetz (AMG) gestattet, den Impfstoff im Zeitraum vom 15. Februar bis 30. April in italienischer Kennzeichnung in Deutschland in Verkehr zu bringen.
Influvac ist ein Impfstoff zur Immunisierung zur Vorbeugung einer Influenza-Erkrankung bei Erwachsenen, einschließlich Schwangeren, und Kindern ab sechs Monaten. Der trivalente Impfstoff enthält inaktivierte Oberflächenantigene (Hämagglutinin und Neuraminidase) von Influenzaviren der beiden Influenza-A-Stämme H1N1 und H3N2 sowie eines Influenza-B-Stammes.
Influvac S statt Influvac: Italienische Ware mit anderem Namen
Die italienische Ware mit der Chargennummer L11 und dem Haltbarkeitsdatum 30. April 2026 trägt den Handelsnamen Influvac S, ist jedoch pharmazeutisch identisch mit dem deutschen Präparat. Unterschiede gibt es lediglich bei den Packmitteln. So sind die Kennzeichnungen auf der Faltschachtel, dem Spritzenetikett und in der Gebrauchsinformation in italienischer Sprache. Die Packungsbeilage sowie die Fachinformationen in deutscher Sprache stehen auf der Webseite des PEI zur Verfügung. Influvac aus Italien kommt in Packungen zu je 10 Fertigspritzen.
Die Influenza-Impfquote in Deutschland liegt unter dem Impfziel der WHO und EU von 75 Prozent für Menschen ab 60 Jahren. In der Saison 2023/2024 erhielten lediglich 38 Prozent der Personen ab 60 Jahren eine Influenza-Impfung. Damit blieben fast zwei von drei Menschen dieser Altersgruppe ohne aktualisierten Schutz vor einer Influenza-Infektion.
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