Lieferengpass: Was ist los bei Tavor?
Tavor (Lorazepam) ist in verschiedenen Darreichungsformen und Stärken nicht lieferbar. Entspannung ist erst im Winter in Sicht.
Lorazepam besitzt angstlösende, beruhigende und schlaffördernde Eigenschaften. Das Benzodiazepin wird zur Behandlung von Angst- und Spannungszuständen sowie Schlafstörungen eingesetzt – aber auch zur Beruhigung vor und während operativen oder diagnostischen Eingriffen. Die Wirkung ist auf die Bindung von Lorazepam an den GABA-A-Rezeptor zurückzuführen, was die GABA-Wirkung verstärkt.
Auf der Liste der beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gemeldeten Lieferengpässe sind Tavor 1,0 mg, 2,5 mg und Tavor Tabs 2,0 mg mit einem voraussichtlichen Lieferengpassende zum 31. Oktober 2023 zu finden sowie Tavor 0,5 mg, das zum 29. September 2023 wieder verfügbar sein sollte und Tavor 1,0 mg Expedit. Hier wird das voraussichtliche Lieferengpassende auf den 28. Februar 2024 datiert. Doch die Arzneimittel könnten länger knapp sein.
Hersteller Pfizer bestätigt, dass Tavor derzeit von einer vorübergehenden Lieferunterbrechung betroffen ist. Diese sei auf Engpässe bei aktiven, pharmazeutischen Wirkstoffen (API) durch Zulieferer und auf Verzögerungen bei der Herstellung zurückzuführen. Man arbeite daran, die Produktionskapazität für das Medikament zu erhöhen und rechne mit einer Wiederverfügbarkeit bis zum 2. Quartal 2024.
Das könnte dich auch interessieren
Mehr aus dieser Kategorie
Pen-Nadeln: Osteoporose statt Diabetes – was gilt?
Hilfsmittel zum Glukosemanagement wurden aus der Produktgruppe (PG) 03 herausgelöst und in eine eigene PG 30 überführt. Somit entfällt für …
Ganze Packung abrechnen: IKK Classic erkennt BSG-Urteil an
Seit der Kündigung der Hilfstaxe vor zwei Jahren hatten die Kassen die Apotheken mit massenhaften Retaxationen überzogen. Nicht selten standen …
HBA-Austausch wegen Sicherheitslücke bei D-Trust
Eine Sicherheitslücke bei D-Trust erfordert einen Austausch der eHBA-Chipkarten – auch wenn diese noch Gültigkeit haben. Für betroffene Apotheker:innen bedeutet …












