Lieferengpässe: Länder fordern weitere Maßnahmen
Die Bundesländer fordern von der Bundesregierung weitere Maßnahmen zur Bekämpfung der Lieferengpässe bei wichtigen Medikamenten. Die bisher ergriffenen oder in Aussicht gestellten Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln seien nicht ausreichend, heißt es in einem Beschluss der Regierungschefinnen und -chefs der Länder nach Beratungen am Donnerstag.
Die Aufmerksamkeit sollte auch darauf liegen, durch angemessene Erstattungspreise ein „attraktives regulatorisches Umfeld“ und einen effektiven Schutz des geistigen Eigentums die bestehenden Arzneimittelproduktionen zu erhalten und Neuansiedlungen zu fördern.
Auf europäischer Ebene solle sich die Bundesregierung für eine Rückverlagerung wesentlicher Anteile der Medikamentenproduktion in die Europäische Union einsetzen, besonders nach Deutschland.
Das Bundesgesundheitsministerium hatte vor kurzem einen Referenten-Entwurf für ein Gesetz vorgelegt, das zum Vermeiden von Engpässen bei wichtigen Medikamenten eine Pflicht zur mehrmonatigen Lagerhaltung vorsieht. Der Entwurf folgt auf Eckpunkte, die Ressortchef Karl Lauterbach (SPD) Ende vergangenen Jahres vorgelegt hatte. Sie sehen für eine bessere Absicherung des Angebots auch neue Preisregeln vor, die Lieferungen nach Deutschland für Arzneihersteller wirtschaftlich attraktiver machen sollen. Die neuen Regeln müssen nach Ansicht der Länder schnellstmöglich umgesetzt werden.
Lieferengpässe gab es zuletzt bei patentfreien Medikamenten wie Fiebersäften für Kinder, aber auch bei Präparaten für Erwachsene wie Antibiotika und Krebsmedikamenten.
Das könnte dich auch interessieren
Mehr aus dieser Kategorie
Heute um 13 Uhr: APOTHEKE LIVE zur PTA-Vertretung
Neben der ausbleibenden Honorarerhöhung sorgt bei der geplanten Apothekenreform vor allem die PTA-Vertretung für Diskussionen. Zwar soll diese nur in …
Wann gilt Urlaub als genehmigt?
Urlaub ist die schönste Zeit im Jahr und bei vielen Angestellten laufen die Planungen für die Erholungszeit bereits auf Hochtouren. …
Weigerung gegen Gendern: (k)ein Kündigungsgrund?
Das Verwenden einer möglichst geschlechtergerechten Sprache – Gendern – wird immer wieder diskutiert, ob im Privatleben oder am Arbeitsplatz. Fest …












