Fälschung bei Xarelto
Weitere Fälschungen aufgetaucht: Bereits im Sommer wurden Fälschungen einzelner Chargen von Xarelto zu 20 mg entdeckt. Heute bestätigt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weitere manipulierte Packungen.
Betroffen sind Xarelto-Packungen zu 20 mg Rivaroxaban und 28 Tabletten des Originalherstellers Bayer in polnisch-slowakischer Aufmachung. Wie das BfArM mitteilt, wurden die Packungen außerhalb der legalen Lieferkette entdeckt. Die Originalchargen wurden nach Polen geliefert. Eine Charge nahm den Weg nach Polen und die Slowakei.
Das sind die betroffenen Chargen: BXJ06P3 (Verfallsdatum 05/2021), BXJ0UN2 (Verfallsdatum 06/2021), BXJ34U1 (Verfallsdatum 05/2021) und BXJ34U2 (Verfallsdatum 05/2021).
Eine Charge ist nicht real
Die entdeckten gefälschten Packungen tragen sowohl reale als auch nicht-existierende Chargenbezeichnungen. Die Charge BXJ34U2 ist keine real existierende Bezeichnung von Bayer. Bei den anderen drei Produktionsreihen handelt es sich jedoch um echte Chargenbezeichnungen.
Achtung! Die real existierenden Chargen sind nicht serialisierungspflichtige Altware! Somit fallen sie bei der Securpharm-Kontrolle nicht auf.
Daran sind die Fälschungen zu erkennen
Original
- Die Perforationslinien sind deutlich sichtbar.
- Das Bayer-Logo ist auf der Oberseite der Blister geprägt und nur schwach zu erkennen, wenn die Packung schräg gehalten wird.
Fälschung
- Die Perforationslinien sind schwach beziehungsweise nicht erkennbar.
- Das Bayer-Logo ist auf den Oberseiten der Blister aufgedruckt und aus allen Winkeln sichtbar.
Die manipulierten Filmtabletten ähneln in Farbe, Größe und Prägung dem Original.
Identität der Wirk- und Hilfsstoffe nicht bestätigt
In den im Juni aufgetauchten Fälschungen mit den Chargenbezeichnungen BXHUBD2, BXHVHC3, BXHXL4 und BXJ34U1 wurde Rivaroxaban vom Originalhersteller identifiziert. Die untersuchten Tabletten der Chargen BXJ06P3, BXJ0UN2 und BXJ34U2 wurden mit und ohne Wirkstoff analysiert.
Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Die Herkunft der Fälschung wird weiterhin untersucht.
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