Elotrans-Hype: Engpass und Alternativen
Einen Grund zum Feiern gibt es immer. Getrübt wird die Stimmung der letzten Nacht allerdings mit dem bösen Erwachen. Der ungebetene Besuch des Katers. Feierlustige setzen auf Elektrolytlösungen, um dem Hangover vorzubeugen. Das hat Konsequenzen – Elotrans und Oralpädon werden knapp. Eine Alternative ist die Rezepturherstellung.
Nicht nur Durchfall, sondern auch Alkoholkonsum kann einen Elektrolytverlust verursachen. Wer kennt es nicht: Ein Bier rein, zwei raus. Das ständige Wasserlassen hat zur Folge, dass vermehrt wichtige Mineralstoffe ausgeschieden werden. Das Ergebnis: ein Elektrolytmangel. Folgen der Dehydratation sind Kopfschmerzen und Schwindel sowie Durstgefühl. Aber warum müssen wir von Bier und Co. vermehrt zur Toilette? Der Grund: Alkohol entzieht dem Körper Wasser. Außerdem bringt Alkohol die Ausschüttung von Vasopressin, das für die Regulierung des Flüssigkeitshaushalts und die Kontraktion der Gefäße, verantwortlich ist, außer Balance. Hinzu kommt, dass der Alkoholabbau in der Leber für den menschlichen Organismus anstrengende Arbeit ist. Der Stoffwechsel hat schwer zu kämpfen, was das vermehrte Schwitzen erklärt.
Elotrans gegen Kater?
Elektrolytlösungen wie Elotrans (STADA), Oralpädon (STADA) oder auch Saltadol (Aristo) sollen dem Elektrolytmangel vorbeugen, und zwar nicht nur bei Durchfall, wenn es nach den Feierlustigen geht. Die Nachfrage ist hoch. „Derzeit gibt es eine erhöhte Nachfrage nach Elotrans, was erfahrungsgemäß unter anderem an der derzeitigen Urlaubszeit und Bevorratung für die Reiseapotheke liegt. Wir arbeiten mit Hochdruck an Nachschub und bekommen wöchentlich neue Ware, die wir an Apotheken ausliefern. Oralpädon wird derzeit ebenfalls stark nachgefragt“, teilt STADA mit.
Elotrans: was sind die Alternativen?
Fallen die fertigen Mischungen wie Elotrans, Oralpädon und Saltadol aus, kann die Herstellung in der Rezeptur eine Alternative sein. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) enthält die standardisierte orale Rehydratationslösung (ORS) Wasser und Glukose sowie die Elektrolyte Natriumchlorid, Natriumcitrat und Kaliumchlorid. Ein Liter der WHO-Trinklösung enthält nach neuer Rezeptur:
- 13,5 g Glukose
- 2,6 g Natriumchlorid
- 2,9 g Natriumcitrat
- 1,5 g Kaliumchlorid
Hergestellt wird das Pulver in der rauen Reibschale. Die einzelen Bestandteile werden abgewogen und im Mörser homogenisiert. Glucose wird nach den Salzen anteilig hinzugefügt. Die Mischung wird in Flachbeutel abgefüllt. Das NRF bietet drei verschiedene Mischungen: ORS 40, ORS 60 und New-ORS-WHO. Die einzelnen Varianten haben ein unterschiedliches Gewicht. ORS 40: 25 Gramm, ORS 60: 26 Gramm und New-ORS-WHO: 20,5 Gramm.
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