Einfach zukleben: Sekundenkleber gegen Hauteinrisse?
Egal ob an den Fingerkuppen, Fersen, Zehen oder Ellenbogen: Hauteinrisse treten bei Millionen Menschen auf. Weil die betroffenen Körperstellen zudem viel bewegt werden, breiten sich die Risse meist schnell weiter aus und/oder vertiefen sich. Um gegenzusteuern, kommt eine kuriose Empfehlung ins Spiel: einfach zukleben. Was du rund um Sekundenkleber gegen Hauteinrisse wissen musst, erfährst du von uns.
Leiden Patient:innen an trockener Haut mitsamt Spannungsgefühl, entstehen oftmals mit der Zeit kleine Einrisse an der Hautoberfläche. Diese werden auch als Rhagaden bezeichnet und sind nicht nur lästig, sondern oftmals auch schmerzhaft. Betroffen sind vor allem Körperpartien, an denen die Haut besonders trocken ist und die zugleich viel beansprucht werden, beispielsweise durch viel Bewegung. Je nach Schweregrad können die Risse zu schmerzhaften Schrunden werden, die die Lebensqualität von Betroffenen beeinträchtigen. Hilfe kommt neben speziellen Pflastern und Cremes auch in Form von Klebstoff. So soll Sekundenkleber dazu beitragen, die Hauteinrisse im Zaum zu halten.
Hauteinrisse: Sekundenkleber als schnelle Lösung?
Genau soll der Kleber als Akuthilfe auf die äußeren Ränder der Risse aufgetragen werden, um diese oberflächlich „abzudichten“ und so ein weiteres Aufreißen der Haut zu verhindern. Zum Einsatz kommen dabei nicht nur Cyanacrylate aus der Apotheke, sondern auch handelsüblicher Sekundenkleber. Dieser besitzt Expert:innen zufolge eine stark antimikrobielle Wirkung und sorgt dafür, dass hautreizende Stoffe nicht mehr in den Riss eindringen können. Auch die Schmerzen werden schnell gelindert.
Entscheidend ist dabei jedoch ein genaues Auftragen ausschließlich an den Rändern bei gleichzeitigem Zusammendrücken der Wunde. Dadurch können die Wundränder mithilfe des Klebers schneller wieder zusammenwachsen und auch die Heilung von innen beschleunigen. Bei Bedarf kann nach einigen Minuten eine zweite Schicht aufgetragen werden. Anschließend kann ein Heftpflaster zum Schutz genutzt werden, bis sich auch der Kleber wieder löst.
Achtung: Der Kleber soll nicht direkt in den Einriss gegeben werden, sondern nur die äußeren Ränder zusammenhalten – ähnlich wie in der Chirurgie, um Hauteinschnitte zu kleben.
Sind die Rhagaden wieder abgeheilt, kann mit einer fetthaltigen Creme gepflegt werden, um ein erneutes Auftreten zu verhindern.
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