DAV: Sperrung nur Einzelfall
Das Update der Corona-Warn-App ermöglicht die Erkennung gefälschter Impfzertifikate und deren Sperrung – allerdings ist es technisch nicht möglich, nur ein einzelnes Zertifikat für ungültig zu erklären, sondern nur alle von der Apotheke ausgestellten Impfnachweise zu sperren. Der DAV gibt jedoch Entwarnung – bislang sei nur ein einziger entsprechender Fall bekannt.
Wie die Bundesregierung informiert, kann die Corona-Warn-App in der Version 2.13 durch eine Zertifikatskennung alle Zertifikate kontrollieren und prüfen. Betroffene App-Nutzer:innen sollen per Push-Nachricht informiert werden. Die Überprüfung der Zertifikate erfolgt außerdem nur auf dem eigenen Smartphone. „Zertifikate von einer entsprechenden Apotheke, werden nun als ungültig angezeigt. […] Betroffen sind jedoch alle Zertifikate aus einer der entsprechenden Apotheken, auch wenn sie ursprünglich gültig und echt waren.“
Dies sei laut DAV derzeit nur einmal passiert. „Derzeit sind keine Maßnahmen geplant, die bei einzelnen Fehlausstellungen von Covid19-Zertifikaten sowie Genesenenzertifikaten eine Sperrung aller von der Betriebsstätte ausgestellten Zertifikate nach sich ziehen“, teilt der DAV mit.
Es handele sich um einen konkreten Einzelfall, in dem die ausgestellten digitalen Impfnachnachweise einer Apotheke, gegen die im Zusammenhang mit der illegalen Ausstellung digitaler Impfzertifikate ermittelt werde, gesperrt worden seien. Konkret geht es um eine Münchener Apotheke. Eine PTA soll mehr als 604 Impfzertikate unberechtigt ausgestellt und im Darknet verkauft haben.
„Aufgrund des Verdachtsfalls und nach Abstimmung zwischen dem Bundesgesundheitsministerium, dem RKI und der ABDA, seien für diesen konkreten Einzelfall, unter Einbindung des Apothekeninhabers, alle ausgestellten Zertifikate gesperrt worden“, teilt die Apothekerkammer Berlin mit.
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