Cyclo-Progynova: Lieferengpass bis 2022
Bei Cyclo-Progynova (Estradiolvalerat/Levonorgestrel, Jenapharm) bleiben die Schübe leer. Bayer bestätigt einen vorübergehenden Lieferengpass, der noch voraussichtlich bis zum ersten Quartal 2022 andauern wird.
Lieferengpässe sind in der Apotheke an der Tagesordnung. Eine Studie zeigt, dass pro Woche im Durchschnitt 6,3 Stunden in der Apotheke für Lieferengpässe aufgebracht werden, um Alternativen zu finden und Arztrücksprachen zu halten. So auch bei Cyclo-Progynova. Laut Liste der beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gemeldeten Lieferengpässe fehlt das Arzneimittel seit Mai – betroffen sind beide Packungsgrößen. Ein Ende wird derzeit für den 07. April 2022 (3×21) beziehungsweise 1. März 2022 (1×21) gemeldet.
Was ist der Grund? Probleme in der Herstellung, heißt es in den veröffentlichten Lieferengpassmeldungen. „Bayer bestätigt einen vorübergehenden Lieferengpass von Cyclo-Progynova, der durch Kapazitätsengpässe in Bayers globalen Lieferketten für Hormonprodukte bedingt ist und eine Vielzahl von Ländern betrifft“, teilt eine Sprecherin auf Nachfrage mit. „Wir setzen uns dafür ein, die Auswirkungen für unsere Kunden zu begrenzen und die Lieferungen zu Beginn des ersten Quartals 2022 wieder aufzunehmen“, bedauert die Sprecherin die entstehenden Unannehmlichkeiten.
Cyclo-Progynova kommt nach der letzten Regelblutung – Menopause – zur Hormonersatzbehandlung zum Einsatz. Enthalten sind mit Estradiolvalerat zu 2 mg und Levonorgestrel zu 0,15 mg ein Estrogen und ein Gestagen. Cyclo-Progynova wird angewendet zur Linderung von Beschwerden nach den Wechseljahren. Weil während der Wechseljahre die Bildung des körpereigenen Estrogens abnimmt, können Beschwerden wie beispielsweise Hitzeschübe auftreten. Während der ersten neun Tage wird täglich je eine gelbe Tablette, danach 12 Tage lang jeden Tag eine braune Tablette eingenommen – es folgt eine siebentägige Pause.
Betroffene oder besorgte Frauen sollten sich an ihre/n Gynäkolog:in wenden, ob gegebenenfalls ein alternatives Präparat infrage kommt. Zusätzlich stehe Angehörigen von Gesundheitsberufen sowie Patientinnen auch das Kundenservicecenter von Jenapharm unter der Telefonnummer 03641 8797444 oder per Mail [email protected] zur Verfügung.
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