Bürgertests 2.0: Hersteller können Schnelltests liefern
Schon in der nächsten Woche sollen die kostenlosen Bürgertests für alle womöglich wieder eingeführt werden. Doch stehen dafür überhaupt genügend Tests zur Verfügung? Ja, die Hersteller können ausreichend Schnelltests liefern, sagt der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH).
Erst gestern hatte der Apothekerverband Nordrhein (AVNR) gewarnt, dass die Tests in Apotheken knapp werden könnten. „Vielerorts sind Tests nicht mehr erhältlich“, sagte Thomas Preis, Vorsitzender des AVNR, gegenüber der Rheinischen Post. „Auch die Zulieferer für die Apotheken können nicht mehr alle Bestellungen unserer Mitgliedsapotheken bedienen. Wir haben deshalb mit Engpässen bei Tests für Laien und bei professionellen Tests für unsere Teststellen zu kämpfen“, so Preis weiter. Mit dem Comeback der kostenlosen Bürgertests ab nächster Woche, wie es in einem Referentenentwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium geplant ist, dürfte die Nachfrage schon in Kürze noch einmal deutlich steigen.
Scheitert die Wiedereinführung der Gratis-Schnelltests also an nicht vorhandenen Tests? Geht es nach dem VDGH, müssen sich Teststellen wie Apotheken keine Sorgen machen, denn die Hersteller können Schnelltests liefern. „Die Testhersteller können eine schnelle Verfügbarkeit der für die Bürgertestung eingesetzten Antigen-Schnelltests zusichern“, heißt es vom Geschäftsführer Dr. Martin Walger in einer Pressemitteilung. Mehr noch: Auch auf eine kurzfristig steigende Nachfrage könne problemlos reagiert werden. „Die Lager sind gut gefüllt. Die Diagnostikaindustrie kann den stark steigenden Testbedarf bedienen – auch kurzfristig.“ Dies habe man bereits bei der ersten Einführung der Bürgertests im Frühjahr bewiesen.
Dass es nun ein Comeback für die kostenlosen Tests geben soll, stößt beim Verband auf breite Zustimmung. „Der VDGH begrüßt, dass alle zur Verfügung stehenden Mittel einbezogen werden und die Testmöglichkeiten wieder breiter nutzbar sind.“
Wie es um die Versorgung in puncto Laientests bestellt ist, ist unterdessen noch unklar. Denn nicht nur in Apotheken werden die Tests zur Eigenanwendung knapp. Auch bei der Drogeriekette dm stehen Kund:innen vielerorts bereits vor leeren Regalen.
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