Brustkrebs: Vitamin D erhöht Überlebensrate
Mehr als 75.000 Personen jährlich erkranken neu an Brustkrebs – vor allem Frauen sind betroffen. Die Überlebensrate von Patient:innen hängt dabei unter anderem vom Zeitpunkt der Diagnose ab. Doch auch Vitamin D kann dabei eine Rolle spielen. Eine ausreichende Versorgung soll demnach die Prognose verbessern.
Vitamin D steht für die Gruppe der fettlöslichen Calciferole und gilt als unverzichtbar für den menschlichen Körper. Zu den wichtigsten Vertretern gehört Vitamin D3 (Colecalciferol), das in der Haut bei Sonnenbestrahlung gebildet wird. Etwa 80 bis 90 Prozent können in der Regel über die körpereigene Bildung abgedeckt werden. Gespeichert werden kann das Sonnenvitamin im Fett- und Muskelgewebe des Körpers.
Die optimale Versorgung mit Vitamin D liegt bei Serumkonzentrationen von 25(OH)D über 30 ng/ml. Neben der Beteiligung an zahlreichen Stoffwechselvorgängen und der Unterstützung starker, gesunder Knochen soll das Sonnenvitamin auch einen positiven Effekt bei Krebspatient:innen haben. Das gilt auch bei Brustkrebs, bei dem Vitamin D die Überlebensrate offenbar erhöht, wie Studienergebnisse zeigen.
Vitamin D: Bessere Überlebensrate bei Brustkrebs
Dafür wurden in der prospektiven Untersuchung am Roswell Park Comprehensive Cancer Center in Buffalo (USA) die Serum-25-Hydroxyvitamin-D-Spiegel von rund 4.000 Patientinnen zum Zeitpunkt der Diagnose Brustkrebs überprüft. Werte unter 30 ng/ml wurden als unzureichend oder mangelhaft – bei weniger als 20 ng/ml – betrachtet. Anschließend wurden die Teilnehmerinnen über einen Zeitraum von im Schnitt rund zwölf Jahren nachbeobachtet. Analysiert wurde, ob und wenn ja welchen Einfluss der jeweilige Vitamin D-Spiegel auf das allgemeine Überleben der Patientinnen sowie das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse hatte.
Dabei fanden sie heraus: Frauen mit ausreichenden Vitamin D-Spiegeln hatten bei Brustkrebs eine um 24 Prozent höhere Überlebensrate als Patientinnen mit einem Mangel am Sonnenvitamin. Hinzukam eine verringerte Gefahr für kardiovaskuläre Risikofaktoren sowie Diabetes. Die positiven Ergebnisse zeigten sich vor allem bei Frauen mit Krebs ab Stadium 2.
„Unsere Studie liefert starke Belege für den Zusammenhang zwischen ausreichender Vitamin D-Versorgung und sowohl verbesserten Überlebensraten als auch kardiometabolischen Vorteilen bei Frauen nach einer Brustkrebsdiagnose“, so das Fazit. Demnach könnte die Korrektur eines niedrigen Vitamin D-Wertes auch nach der Diagnose noch sinnvoll sein. Dennoch gebe es keine allgemeine Empfehlung zur Supplementierung von Vitamin D bei Brustkrebs, da die konkreten Zusammenhänge noch anhand weiterer Untersuchungen eindeutig bestätigt werden müssten.
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