Ab 1. März: Pneumovax 23 mit chinesischer Beschriftung
Der Pneumokokken-Impfstoff Pneumovax 23 (MSD) ist nur eingeschränkt verfügbar. Um die Lage auf dem deutschen Markt zu entspannen, sollen voraussichtlich ab 1. März zusätzliche Impfdosen Pneumovax in chinesischer Aufmachung lieferbar sein.
Seit knapp einem Jahr ist Pneumovax 23 von vorübergehenden Lieferausfällen betroffen. In Kürze werden allerdings zusätzliche Impfdosen der Pneumokokken-Vakzine für Deutschland zur Verfügung stehen. Die Impfstoffdosen wurden ursprünglich für den chinesischen Markt produziert – aber nicht verbracht, wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mitteilt. Es handele sich um Ware gleicher Qualität. „Hinsichtlich des Herstellungsverfahrens und der Arzneimittelspezifikationen bestehen keine Unterschiede zwischen der für den chinesischen und europäischen Markt vorgesehenen Ware“, so das PEI. Im vergangenen Jahr konnte der Bedarf durch Packungen mit japanischer Beschriftung gedeckt werden.
T033893: Pneumovax 23 in chinesischer Ausführung
Die zusätzlichen Impfdosen sollen flächendeckend über den Großhandel lieferbar sein, tragen den Handelsnamen Pneumovax und die Chargennummer T033893. Die Impfdosen sind bis zum 16. Juni 2022 verwendbar. Die Packungen sind unter der PZN 17196898 gelistet.
Neben dem Datum der letztmöglichen Verwendung ist außerdem auf der Umverpackung und dem Etikett der Durchstechflasche das Herstellungsdatum angegeben.
Das ist der Unterschied:
- Der Impfstoff ist in Durchstechflaschen (Einzeldosen) und nicht in Spritzen abgefüllt und den Impfdosen liegen aus logistischen Gründen keine deutschsprachigen Packungsbeilagen bei.
- Außerdem können die Packungen nicht aus dem Securpharm-System ausgebucht werden, da eine entsprechende Serialisierung der Ware – Aufbringen von Sicherheitsmerkmalen, die eine Rückverfolgung jeder einzelnen Packung von der Apotheke zurück bis zum Hersteller möglich machen – technisch nicht mehr realisierbar war.
Das ist zu beachten:
Den Umkartons liegen keine Spritzen oder Kanülen bei. Weil die deutschsprachigen Abziehetiketten fehlen, muss die Doku im Impfpass händisch erfolgen.
Willst du immer auf dem Laufenden sein und keine Nachricht mehr verpassen? Dann melde dich für unseren wöchentlichen Newsletter hier an.
Das könnte dich auch interessieren
Mehr aus dieser Kategorie
ePA: Elektronischer Medikationsplan kommt
Bereits im Herbst wurden neue Funktionen bei der elektronischen Patientenakte (ePA) angekündigt, nun werden diese umgesetzt. Wie die Gematik informiert, …
Magnesium: Sieben Salze in einer Kapsel
Hermes hat unter der Dachmarke Biolectra verschiedene Magnesiumpräparate im Handel. Darunter Nahrungsergänzungsmittel als Kapseln, Granulat, Direktstick, Gummies und Brausetablette allein …
Bedrocan: Cannabisblüte kommt als Extrakt
Ab Sommer wird Becanex PIEX Bedrocan 70 Prozent THC-Rohextrakt für Apotheken bestellbar sein. Damit steht die Cannabisblüte-Bedrocan als pharmazeutischer Rohextrakt …












