Bundesländer: Apothekenhonorar soll reformiert werden
Die Bundesländer stellen sich in puncto Apothekenhonorar hinter die Kolleg:innen. Denn die Erhöhung des Honorars war eine der Forderungen, die auf dem Protestag deutlich wurde. Jetzt könnte Bewegung in das Thema kommen. Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hat einen Beschluss gefasst, der das Bundesgesundheitsministerium (BMG) auffordert, die Anpassung nicht länger auf die lange Bank zu schieben.
Der Beschluss trägt den Titel „Sicherstellung der Arzneimittelversorgung durch Einführung neuer Finanzierungskonzepte für Apotheken“. Wörtlich heißt es:
- Apotheken vor Ort tragen wesentlich zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Arzneimittelversorgung der Bevölkerung bei.
- Der bereits seit Jahren andauernde kontinuierliche Rückgang der Apothekendichte wird bei weiterem Voranschreiten negative Auswirkungen auf die ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung der Bevölkerung, insbesondere in der Fläche, haben.
- Zur Sicherstellung der Finanzierung von Apotheken, die für die ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung notwendig sind, wird das BMG gebeten, auf eine Anpassung der Arzneimittelpreisverordnung hinzuwirken. Um die Sicherstellung der flächendeckenden Arzneimittelversorgung auch in der Zukunft zu gewährleisten, bedarf es einer grundsätzlichen Anpassung der Finanzierung von Apotheken. Das BMG wird gebeten, gemeinsam mit den Ländern neue Finanzierungskonzepte für Apotheken zu erarbeiten, die insbesondere die flächendeckende Arzneimittelversorgung im Fokus haben.
Das BMG soll nun Vorschläge unterbreiten, wie die Apotheken finanziell gestätkt werden können. Die Länder sorgen sich mit Blick auf die sinkende Apothekenzahl um die flächendeckende Arzneimittelversorgung, heißt es aus dem Saarland. Die Bundesländer haben die Bundesregierung schon vor kurzem aufgefordert, die Warnsignale der Apothekerschaft ernst zu nehmen.
„Dass sich die Bundesländer erneut und geschlossen hinter unsere Forderungen stellen, ist ein wichtiges Signal. Bemerkenswert ist, dass die Länder im Gegensatz zur Bundespolitik erkennen, wie groß der Handlungsdruck inzwischen ist. Die Apothekenzahl sinkt seit Jahren, die Lieferengpass-Krise, die Inflation und der Fachkräftemangel belasten die Apotheken zusätzlich. In dieser Situation müssen die Apotheken unbedingt gestärkt und stabilisiert werden“, so Abda-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening. „Wir hoffen, dass Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach diese Botschaft annimmt. Für die anstehenden Gespräche über unsere Honorarerhöhungen erwarten wir, dass er ernst nimmt, wenn ein gesamter Versorgungszweig Warnsignale aussendet.“
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