Bürger:innen unterstützen Apotheken-Protest
Honorarkürzungen, Lieferengpass-Management, Personalmangel: Das sind nur einige der Herausforderungen, denen sich Apothekenteams täglich stellen. Doch damit soll Schluss sein. Deshalb wollen sich die Kolleg:innen morgen gemeinsam Gehör verschaffen und protestieren. Unterstützung für den Apotheken-Protest kommt dabei von den Bürger:innen.
Morgen ist es so weit: Bundesweit machen Apothekenteams auf ihre aktuelle Situation aufmerksam und setzen sich gemeinsam für Verbesserungen in verschiedenen Bereichen ein. Deswegen bleiben die Türen vieler Apotheken geschlossen. Zudem wollen sich die Kolleg:innen noch auf zahlreichen anderen Wegen bemerkbar machen. Stichworte Plakate, Flyer, Demonstrationen und Co.
Die Versorgung der Patient:innen wird unterdessen über die Notdienstapotheken sichergestellt. Denn diese dürfen nicht schließen. Doch wie reagieren die Kund:innen auf den bevorstehenden Protesttag? Die Bürger:innen unterstützen den Apotheken-Protest und zeigen sich solidarisch, zeigt eine Umfrage im Auftrag des Arzneimittelherstellers Engelhard unter 1.000 Patient:innen.
Apotheken-Protest: Bürger:innen stehen hinter den Teams
Rund 77 Prozent der Patient:innen stehen hinter den Streik-Forderungen und zeigen sich mit der Apotheke ihres Vertrauens solidarisch. Die Bürger:innen unterstützen den Apotheken-Protest also mehrheitlich. Der Hauptgrund: Ohne Apotheken vor Ort geht nichts. Mehr als sieben von zehn Befragten sind der Meinung, dass die Apotheken nicht nur wichtig, sondern unverzichtbar für die Gesundheitsversorgung sind. Kein Wunder, immerhin betrachten drei von vier Patient:innen sie als erste Anlaufstelle bei Krankheit oder akutem Medikamentenbedarf.
Warum? Vor allem wegen der persönlichen Beratung, die ein Großteil der Teilnehmer:innen schätzt. Selbst bei Fragen zur verordneten Medikation erfolgt für die Mehrheit zuerst ein Besuch in der Apotheke inklusive der Beratung durch das pharmazeutische Fachpersonal, erst dann wird die Arztpraxis aufgesucht.
Unterstützung kommt neben Großhändlern wie Sanacorp auch Hersteller Engelhard. „Wir unterstützen die Forderungen der Apotheken und stehen als Partner an ihrer Seite“, betont Geschäftsführer Richard Engelhard. Denn es müsse verhindert werden, dass weitere Apotheken schließen müssen. Dafür müssten Apotheken und Politik in einen Dialog treten, um gemeinsam langfristige Lösungen zu finden.
Mehr aus dieser Kategorie
Wegen Arbeitszeitbetrug: Angestellter muss mehr als 20.000 Euro zahlen
Überwachung von Angestellten – ja oder nein? Geht es um den Verdacht von Arbeitszeitbetrug, kommt diese Frage immer wieder auf. …
Krankmeldung: An 30-Minuten-Regel denken
Können PTA und andere Apothekenangestellte aufgrund von Krankheit nicht zur Arbeit kommen, ist eine Abmeldung bei dem/der Chef:in Pflicht. Dass …
Tarifplus auch bei außertariflichem Gehalt?
Einigen sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretung auf eine Tariferhöhung, ist die Freude bei Tarifbeschäftigten meist groß. Doch auch bei außertariflichem Gehalt …