Dr. Jaglas: Mit alten Apothekenrezepturen zu Kräuterspirituosen
Hochprozentige und nichtalkoholische Kräuterspirituosen, alle basierend auf alten Rezepturen aus der Familienapotheke – so lautet das Konzept von Dr. Jaglas. Ins Leben gerufen wurde die Marke von Namensgeberin Dr. Christina Jagla, die die Arzneimittelherstellung gegen die Spirituosenproduktion getauscht hat. Doch so ganz an den Nagel gehängt hat die Apothekerin ihren Kittel nicht, denn entwickelt und hergestellt wird teilweise noch immer in der eigenen Apotheke.
Den Anfang machte das „Artischocken-Elixier“, ein klassischer Kräuterbitter, der Jagla persönlich auch besonders am Herzen liegt. Denn Grundlage dafür ist eine mittelalterliche Benediktinerrezeptur, die insgesamt 15 Tinkturen für die Herstellung des Elixiers vorsieht. Daraus entstanden im Laufe der Zeit immer mehr Rezepturen. Inzwischen umfasst das Portfolio fünf weitere Spirituosen, darunter einen zuckerfreien Gin und mit dem „Herben Hibiskus“ auch eine alkoholfreie Variante.
Zum Einsatz kommen für die Kräuterspirituosen von Dr. Jaglas neben den zentralen Zutaten wie Ginseng, Maca, Artischocken und Hibiskus auch Bitterkräuter wie Enzian-, Baldrian- und Angelikawurzel, Tausendgüldenkraut, Zimtrinde und weitere mehr. Die genutzten Kräuter sind dabei alle nach der deutschen Arzneibuchqualität zertifiziert, wie Jagla betont. Die für die Tinkturen benötigten Kräuter werden über den Großhandel geliefert und kaltmazeriert. Anschließend steht die Reifung an, die je nach Produkt mehrere Wochen dauern kann – beim Artischocken-Elixier beispielsweise rund einen Monat. Daher werden die Tinkturen auf Vorrat hergestellt, im letzten Schritt verdünnt und in lichtgeschützte Apothekerflaschen abgefüllt.
Die Entwicklung der Rezepturen und sogar die Produktion findet bei Dr. Jaglas teilweise noch in der eigenen Apotheke statt. Denn Qualität wird bei Familie Jagla großgeschrieben. Und das zahlt sich aus. Vor allem der „Herbe Hibiskus“ hat sich zum Schnelldreher entwickelt, so Jagla. Der Grund: Alkoholfreie Getränke liegen aktuell voll im Trend. Es komme jedoch auch auf die Saison an.
Für 2023 steht eine weitere alkoholfreie Variante in den Startlöchern.
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