Betriebsärzt:innen: So sollen Apotheken für KW 24 kürzen
Maximal 300 Impfdosen konnten die Betriebsärzt:innen in der vergangenen Woche für KW 24 bei den Apotheken bestellen – pro Ärzt:in stehen 84 Dosen Comirnaty zur Verfügung. Wie viele Dosen am 14. Juni tatsächlich an die Apotheken ausgeliefert werden, teilt der Großhandel am Mittwoch mit. Dann heißt es für die Apotheken: Den Impfstoff gleichmäßig auf die Betriebsärzt:innen verteilen und wenn nötig kürzen.
Am Mittwoch ist in den Apotheken einmal mehr rechnen angesagt, denn dann teilt der Großhandel mit, wie viele Impfdosen für die Betriebsärzt:innen ausgeliefert werden. Insgesamt stehen in der Kalenderwoche 24 vom 14. bis 18. Juni für die Betriebsärzt:innen 600.000 Dosen Comirnaty (BioNTech) zur Verfügung und somit weniger als in der ersten Impfwoche.
Zum Impfstart der Betriebsärzt:innen (KW 23) stehen laut Bundesgesundheitsministerium (BMG) insgesamt 702.000 Impfdosen zur Verfügung, woraus sich eine Mindestmenge von 17 Vials beziehungsweise 102 Dosen ergibt.
Für KW 24 können mindestens 84 Impfdosen pro Mediziner:in ausgeliefert werden – vorausgesetzt, es wurden auch so viele Impfdosen bestellt. Wer weniger bestellt hat, bekommt auch weniger und die Differenz kann auf diejenigen verteilt werden, die mehr als 84 Impfdosen geordert haben. Die Apotheken sollen die zur Verfügung stehenden Impfdosen gleichmäßig auf die Betriebsärzt:innen verteilen – der DAV liefert ein Rechenbeispiel.
Angenommen, eine Apotheke beliefert fünf Betriebsärzt:innen und erhält eine Rückmeldung vom Großhandel, dass insgesamt 420 Dosen (entspricht 70 Vials) Comirnaty ausgeliefert werden. Hat ein/e Betriebsärzt:in genau 84 Dosen geordert, werden diese auch von der Apotheke geliefert. Haben zwei Ärzt:innen nur 48 Dosen bestellt, erhalten sie diese – die Differenz wird auf die Betriebsärzt:innen verteilt, die mehr als 84 Dosen bestellt haben, nämlich die beiden Mediziner:innen, die die maximale Bestellmenge von 300 Dosen angefordert haben. Jede/r erhält die Mindestmenge von 84 Impfdosen plus 36 Dosen aus der Differenz – also insgesamt 120 Dosen (entspricht 20 Vials).
Erhält die Apotheke doch mehr als die zugesagten Impfdosen, wird die Menge zu gleichen Teilen auf diejenigen verteilt, die die maximale Zahl an Impfdosen bestellt haben.
Die nächste Impfstoffbestellung der Betriebsärzt:innen muss bis Donnerstag 12 Uhr in der Apotheke eintreffen.
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