Gehaltsstatistik: Pflegegehälter steigen – PTA-Gehälter im Vergleich
Die Vergütung in der Langzeitpflege zieht spürbar an: Laut aktuellen Zahlen des GKV-Spitzenverbandes stieg der bundesweite Durchschnittslohn im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent auf 24,50 Euro pro Stunde. Damit bewegt sich das durchschnittliche Pflegegehalt mittlerweile auf Augenhöhe mit dem Einstiegsgehalt von Approbierten.
Wie groß der Unterschied tatsächlich wird, zeigt sich vor allem im Vergleich mit anderen Berufen: Selbst Pflegekräfte ohne vorherige Pflegeausbildung sichern sich inzwischen im Schnitt einen höheren Stundenlohn als Pharmazeutisch-technische Assistent:innen (PTA) in deren höchster Berufs- und Tarifstufe – trotz mehrjähriger Fachausbildung und langjähriger Praxiserfahrung.
Vergleich der Gehälter und regionalen Unterschiede
Die Gehälter für 2026 wurden ebenfalls aufgelistet. Demnach verdienen PTA im ersten Berufsjahr ein Bruttomonatsgehalt von 2.646 Euro. Nach 6 bis 8 Jahren erreichen sie ein Gehalt von 2.922 Euro monatlich. Erst nach 9 bis 14 Jahren überschreiten PTA die Grenze von 3.146 Euro brutto monatlich.
Apotheker:innen verdienen im Vergleich bereits im ersten Berufsjahr ein Bruttomonatsgehalt von 4.166 Euro. Nach 6-10 Berufsjahren erreichen sie ein Gehalt von 4.528 Euro monatlich.
Der GKV-Spitzenverband veröffentlichte zudem das regional übliche Entlohnungsniveau für die jeweiligen Beschäftigungsgruppen gemäß § 4 Absatz 3 der Richtlinien des GKV-SV nach § 82c Absatz 4 SGB XI. Pflege- und Betreuungskräfte ohne mindestens einjährige Berufsausbildung erhalten demnach im Durchschnitt 23,36 Euro pro Stunde.
Zum Vergleich liegt der aktuelle Stundenlohn von PTA bei 15,27 Euro und damit circa 9 Prozent über dem gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 Euro. Bei Pflege- und Betreuungskräften ohne berufliche Ausbildung liegt unter den Bundesländern vor allem Bremen mit 21,37 Euro vorne, während Mecklenburg-Vorpommern mit 20,33 Euro das Schlusslicht bildet.
Bei mindestens einjähriger Ausbildung führt Nordrhein-Westfalen mit 24,13 Euro. Thüringen liegt mit 1,61 Euro bzw. etwa 6,67 Prozent weniger dahinter. Fachkräfte in den Bereichen Pflege und Betreuung mit einer mindestens dreijährigen Berufsausbildung erhalten im Durchschnitt 28,03 Euro. Das entspricht 3,3 Prozent mehr als noch im Jahr 2025.
Wie die Entgeltniveaus ermittelt werden
Die Geschäftsstelle Tarife/Entlohnung beim GKV-Spitzenverband ermittelt die regional üblichen Entlohnungsniveaus auf Basis von Tarifverträgen und kirchlichen Arbeitsvertragsrichtlinien. In diesem Jahr wurden mehr als 11.600 Meldungen von tarifgebundenen Pflegeeinrichtungen erhoben und ausgewertet.
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