Nordrhein: Mehr Geld für PTA und PKA empfohlen
Weil es mit den Tarifverhandlungen stockt, empfiehlt die Arbeitgeberseite in Nordrhein den Apotheken jetzt, das Gehalt ihrer Mitarbeitenden anzupassen. PTA und PKA sollen ab Oktober mehr Geld bekommen.
Die Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter (TGL) empfiehlt ihren Mitgliedsapotheken in Nordrhein, die Vergütung ihrer Beschäftigten zum 1. Oktober anzuheben. Vorgesehen sind feste monatliche Erhöhungen:
- 200 Euro mehr für PKA
- 120 Euro mehr für PTA, angestellte Approbierte, Pharmazieingenieure/Apothekerassistenten und Apothekenassistenten
- 150 Euro mehr für Pharmazeut:innen im Praktikum (PhiP)
- 100 Euro mehr für PTA- und PKA-Praktikant:innen
Damit erhalten PKA – je nach Berufsjahren – rund 8 Prozent mehr, bei PTA sind es rund 4 Prozent. Bei PTA- und PKA-Praktikant:innen steigt die Vergütung um 10,53 beziehungsweise 11,76 Prozent.
„Wir wollen eine zeitnahe Verbesserung der Vergütung ermöglichen. Unsere Empfehlung würdigt die Arbeit der Beschäftigten und berücksichtigt zugleich, welche Belastungen die Apotheken wirtschaftlich tragen können“, erklärt Sebastian Berges, 2. Vorsitzender der TGL.
Ein fester Erhöhungsbetrag wirke bei niedrigeren Gehältern prozentual stärker. Bei gleichem Erhöhungsbetrag blieben die absoluten Gehaltsabstände aber unverändert.
Die TGL wolle damit verhindern, dass sich die Gehaltsschere weiter öffne. Die überdurchschnittlichen Anhebungen für Auszubildende und Beschäftigte im Praktikum fördere zudem den Nachwuchs und stärke die Attraktivität der Apothekenberufe. „Für die Mitarbeitenden sind feste Erhöhungsbeträge transparenter als prozentuale Anpassungen, die zunächst auf das jeweilige Gehalt umgerechnet werden müssen“, ergänzt der 1. Vorsitzende Constantin Biederbick.
Ziel sei aber nach wie vor ein Tarifabschluss. Trotz intensiver Verhandlungen und eines mehrfach verbesserten Tarifangebots habe man bislang aber keine Einigung mit der Adexa erzielen können.
Die Apothekengewerkschaft fordert rückwirkend zum 1. Juli monatliche Sockelbeträge von 250 Euro für PKA und je 200 Euro für die anderen Berufsgruppen. Ein weiterer Urlaubstag ist ebenso Teil der Forderungen wie die nur zwölfmonatige Laufzeit bis zum 30. Juni 2027.
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