Fälschungen: Mehr als 200.000 gefälschte Kondome beschlagnahmt
Kondome gehören hierzulande zu den meistgenutzten Verhütungsmitteln. Denn sie überzeugen vor allem durch ihre hohe Zuverlässigkeit beim Schutz vor Schwangerschaft und Ansteckungen. Aktuell wurden jedoch mehrere hunderttausend gefälschte Kondome in der EU beschlagnahmt.
Kondome haben längst die lange Zeit als Verhütungsmittel Nummer eins geltende Pille abgelöst und werden inzwischen hierzulande von rund jedem/jeder Zweiten genutzt, wie eine Studie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zuletzt gezeigt hat. Denn anders als orale hormonelle Kontrazeptiva, Intrauterinpessare (Kupferspiralen), Intrauterinsysteme (Hormonspiralen) oder Verhütungsspritzen schützen Kondome nicht nur vor einer ungeplanten Schwangerschaft, sondern auch vor einer Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten (STI), und dies zuverlässig. Das gilt zumindest, wenn die Produkte auch entsprechende Qualität haben. Doch aktuell wurden in der EU rund 200.000 gefälschte Kondome beschlagnahmt.
Gefälschte Kondome: Ware im Wert von rund 200.000 Euro beschlagnahmt
Darüber informiert das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (Olaf) in einer Mitteilung. Demnach sind mehr als 200.000 gefälschte Kondome in Europa ohne Prüfung und mit falschem Logo einer bekannten Marke angeboten worden. Diese sind laut der Behörde fälschlicherweise als Spielzeug ausgeliefert worden, „offenbar um die Kontrollen der nationalen Behörden zu umgehen“. Nach Hinweisen von verschiedenen nationalen Behörden gelang es den Olaf-Expert:innen gemeinsam mit Zollbehörden in Rumänien, Serbien und Spanien, die Quelle der Ware im Wert von schätzungsweise mehr als 200.000 Euro auszumachen. Das Ursprungsland ist China.
Zur Erinnerung: Kondome gelten in der EU als Medizinprodukte, die bestimmte Gesundheits- und Sicherheitsstandards erfüllen und eine CE-Kennzeichnung besitzen müssen. Zudem müssen sie Normen wie ISO 4074 entsprechen, um ihre Sicherheit und Wirksamkeit nachzuweisen.
Dies war bei der beschlagnahmten Ware jedoch nicht der Fall. Folglich wird vor den Folgen, die mit der Verwendung gefälschter Kondome verbunden sein können, gewarnt. „Gefälschte Kondome: Scheinbarer Schutz, reales Risiko“, heißt es demnach. Denn weil diese nicht getestet, unkontrolliert und unsicher sind, könnten sie die Ausbreitung von STI begünstigen und ungeplante Schwangerschaften hervorrufen.
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