Wegen Engpass: Umstellung von Fiasp PumpCart auf Durchstechflasche
Bis Ende 2026 soll der Vertrieb von Fiasp PumpCart (Insulin aspart, Novo Nordisk) in allen EU/EWR-Ländern eingestellt werden. Doch schon jetzt gibt es Engpässe und Patient:innen sollten umgestellt werden. Eine Möglichkeit ist die Fiasp Durchstechflasche.
„Die Produktionskapazität kann die derzeitige Nachfrage nach Fiasp PumpCart und NovoRapid PumpCart nicht decken“, teilt Novo Nordisk in einem Informationsschreiben mit. Daher müsse für 2025 mit Engpässen gerechnet werden und Fiasp PumpCart entgegen der ursprünglichen Ankündigung schon im Laufe dieses Jahres in kontinuierlich geringer werdenden Mengen verfügbar sein. Denn die Einstellung von Fiasp PumpCart war bereits geplant; NovoRapid PumpCart bleibt im Bestand.
Patient:innen müssen entsprechend umgestellt werden. Im Falle von Fiasp PumpCart kann Fiasp in der Durchstechflasche in der mylife YpsoPump in einer Leerampulle verwendet werden. Novo Nordisk empfiehlt Patient:innen, die Fiasp PumpCart nutzen, bis Ende diesen Jahres auf Fiasp in der Durchstechflasche oder eine alternative Therapie umzustellen.
Wird Fiasp PumpCart in der mylife YpsoPump verwendet, können die Patient:innen bei Bedarf Leerampullen selbst befüllen – mit Fiasp aus der Durchstechflasche oder einem anderen schnell wirksamen Insulin, das für die Verwendung mit der vorhandenen Pumpe geeignet und zugelassen ist. Als andere schnell wirkende Insuline kommen NovoRapid oder Insulin aspart Biosimilars, Insulin lispro und Insulin glulisin infrage.
Verwender:innen von NovoRapid PumpCart in der mylife YpsoPump können Leerampullen mit NovoRapid aus der Durchstechflasche selbst befüllen oder mit einem anderen schnell wirksamen Insulin wie Fiasp 100 E/ml Injektionslösung in der Durchstechflasche oder Insulin aspart Biosimilars, Insulin lispro und Insulin glulisin.
Novo Nordisk hatte im vergangenen Herbst über eine „Angebotsanpassung“ informiert. Auch Levemir (Insulin detemir) und die Humaninsuline Actrapid, Actraphane und Protaphane sollen bis Ende 2026 in Deutschland aus dem Sortiment verschwinden. „Die Angebotsanpassung ist Teil einer globalen Initiative von Novo Nordisk“, heißt es im Informationsschreiben. „Auch in anderen Ländern werden frühe Therapien auslaufen, um Verfügbarkeit und Einsatz moderner Therapien weltweit zu stärken.“
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